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Stand: 20.05.2015

Die Biomassekarte des Carbon Map und Model Projektes

Wald, Malebo, DRK © WWF / Matthias Dehling

Die nationale Biomassekarte der Wälder der Demokratischen Republik Kongo (DRK) wird Aufschluss über die Menge des gespeicherten Kohlenstoffes im größten nationalen Waldgebiet des Kongobeckens geben. Verschiedene Datenquellen werden zur Kartenentwicklung und Berechnung der Biomasse herangezogen. 

Verbrannte Savanne nach Buschfeuer © WWF / Edouard Sombié

Dazu gehören punktuell gesammelte Informationen aus definierten Waldparzellen zu Baumart, -höhe und Baumumfang,  hochauflösende Satellitenbilder und die während der Flug-Surveys aufgenommenen LiDAR-Daten in Kombination mit hochauflösenden Fotoaufnahmen der Waldoberfläche. Um die Kohlenstoffemissionen durch Entwaldung und Degradierung zu bestimmen, ist ein genaues Bild der aktuellen Waldbestände und des darin gespeicherten Kohlenstoffes notwendig.

 

Die Berechnung des in den Wäldern gebundenen Kohlenstoffes soll für die Umsetzung eines nationalen REDD+ Programmes in der DRK und damit zur nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung und Armutsbekämpfung einen wesentlichen Beitrag leisten. Die Biomassekarte wird hierzu die bereits bestehenden Informationen des nationalen Wald-Monitorings vervollständigen und präzisieren. Sie liefert die Datengrundlage, auf der zukünftig nach Vergleich mit Satellitenbildern der Verlust der Biomasse bestimmt werden kann. So wird es möglich sein, Rückschlüsse auf die Menge der  durch Entwaldung und Degradierung entstandenen Emissionen  zu ziehen. 

Innovation im Waldmonitoring

Flug über den Wald von Malebo © Matthias Dehling

Die DRK ist das erste Land des Kongobeckens, in dem die nationale Waldfläche durch eine Überfliegung mit LiDAR (Light Detection and Ranging) Technik erfasst worden ist. Beim Überfliegen scannt ein Laserstrahl die Oberfläche des Waldes ab und ermittelt über die Rücklaufzeit des Signals die Entfernung zur Waldoberfläche. Gleichzeitig werden hochauflösende Luftbildaufnahmen gemacht. Aus diesen Informationen wird ein digitales Modell der Waldstruktur  erstellt.

Diese Technik erlaubt, große Waldstücke kostengünstig, mit einer geringen Fehlerquote und hoher Genauigkeit zu erfassen. Besonders im Bereich der Fernerkundung, Datenanalyse und anschließender Kartenerstellung wird in der DRK fachliches und technisches Wissen aufgebaut und durch die Integration verschiedener kongolesischer Behörden und Institute national verankert. Partner sind hier insbesondere das Institut für Fernerkundung und Beobachtung der Wälder Zentralafrikas (OSFAC), das kongolesische Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung (MEDD) und die University of California, Los Angeles (UCLA).

Mit LiDAR Daten erstellte 3D-Waldstruktur © Ferraz / Satchi, 2015

Die Darstellung der LiDAR-Kartenübersicht wurde uns freundlicherweise durch das Institute of the Environment and Sustainability der UCLA genehmigt.

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