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Der Sebangau-Nationalpark auf Borneo

Der 568.700 Hektar Sebangau-Nationalpark wurde 2004 gegründet und liegt in Küstennähe im südlichen Teil Borneos. Er wird von den beiden Flüssen Katigan (im Westen) und Sebangau (im Osten) begrenzt.

Wald und Fluss intakt. © WWF Indonesien
Wald und Fluss intakt. © WWF Indonesien

Ursprünglich war ganz Borneo mit Regenwald bedeckt. Heute sind es nur noch rund 50 Prozent. Über Jahrzehnte wurden auch auf dem Gebiet des heutigen Nationalparks die tropischen Torfmoorwälder systematisch durch Firmen oder durch illegalen Holzeinschlag dezimiert. Zum Abtransport des Holzes wurden über 4.000 Kanäle angelegt.

Die Torfmoore in Sebangau sind teilweise bis zu 12 Meter dick. Kanalbau und Abholzung führten zum Absinken des Grundwasserspiegels, was wiederum zu einer dramatische Freisetzung von Treibhausgasen führte. Die austrocknenden Waldflächen fangen zudem in der Trockenzeit leicht Feuer und führen zu verheerenden Bränden. Torffeuer sind zudem besonders schwer zu bekämpfen, da sie sich kilometerweit unterirdisch voranfressen können.

Dem Einfluss des WWF ist es zu verdanken, dass die indonesische Regierung den bereits stark degradierten Sebangau Torfmoorwald 2004 zum Nationalpark erklärte. Seitdem wird der Park von der Nationalparkbehörde und dem WWF gemeinsam geschützt und renaturiert.

Tropische Torfmoorwälder wie der in Sebangau sind besonders reich an Tier- und Pflanzenarten. Hier finden sich äußerst seltene Heilpflanzen und Orchideen (insgesamt 166 Pflanzenarten),106 verschiedene Vogelarten, 36 Fischarten und 36 Säugetierspezies – darunter der Nebelparder, Malaienbär und Orang-Utan. Heute leben im Sebangau-Nationalpark zwischen 6.000 und 9.000 Orang-Utans.

Im Nationalpark und Umgebung gibt es zudem eine Vielzahl von Siedlungen indigener Volksgruppen (Dayak), die von den natürlichen Ressourcen des Waldes leben, im Nationalpark arbeiten oder mit Hilfe spezieller Regierungsprogramme und dem WWF eine Selbstversorgung aufbauen.

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