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Die Orang-Utans auf Borneo: Wald für die Waldmenschen retten

rang-Utans leben vorwiegend auf Bäumen. Deshalb trifft sie die zunehmende Zerstörung und Zerstückelung des tropischen Regenwaldes in besonderem Maße. Zwischen 1930 und 2007 sind die „Waldmenschen“, so die Bedeutung ihres malaiischen Namens, aus zwei Dritteln ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets auf Borneo verschwunden.

© Jimmy Syahirsyah / WWF Indonesien
© Jimmy Syahirsyah / WWF Indonesien

Heute leben weniger als 50.000 Orang-Utans auf Borneo. Im Sebangau-Nationalpark konnten der WWF und andere Organisationen mit verschiedenen Maßnahmen die Population bei etwa 6.000 Menschenaffen stabilisieren.

Doch die Gefahr ist noch lange nicht gebannt. Aktuell verschwinden auf Borneo rund 600.000 Hektar Orang-Utan-Wald pro Jahr – mehr als die Fläche des Sebangau-Nationalparks oder mehr als das Doppelte des Saarlandes. Vor allem um Holz zu gewinnen oder Ölpalmen anzubauen. Aus den großen Ölpalmen-Plantagen, in denen die Orang-Utans Nahrung suchen, werden sie vertrieben oder getötet. Zurück bleiben Hunderte von Orang-Utan-Waisen, die dann, wenn sie Glück haben, in einer Auffangstation der Borneo Orangutan Survival Foundation (BOS) landen und dort über mehrere Jahre auf das Leben in freier Wildbahn vorbereitet werden.

Gerade für Orang-Utans ist der Sebangau-Nationalpark immens wichtig. Gelingt es uns, die Region dauerhaft wieder zu vernässen, können wir sie auch wieder erfolgreich aufforsten. Auch mit Nahrungspflanzen für Orang-Utans, die sich auf ihren ausgedehnten Streifzügen durch den Wald bis zu 5.000 Bäume als Nahrungsquelle merken können.

Darüber hinaus arbeitet der WWF daran, Indonesiens Regierung zu überzeugen, ihre Forstpolitik zu ändern und die Palmölindustrie zum Verzicht auf weitere Regenwaldflächen bewegen. Zudem ist es notwendig, die Wilderei von Orang-Utans endlich zu unterbinden, indem Landesgesetze konsequent angewendet und empfindliche Strafen gegen Täter ausgesprochen werden. Um diese Ziele zu erreichen, arbeitet der WWF in zahlreichen Projekten sowohl vor Ort als auch in internationalen Gremien.

Alle Projekte haben ein gemeinsames Ziel: Die Waldvernichtung zu stoppen. Denn gelingt uns keine Kursänderung, wird der Lebensraum der Menschenaffen bis 2025 größtenteils zerstört sein.

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