WWF Deutschland

http://www.wwf.de/


Content Section

Stand: 13.10.2015

Wilderei: Schlag gegen die Mafia

Tansania ist ein bedeutender Schlag gegen die Elfenbeinmafia gelungen: Eine der größten Schmugglerinnen wurde festgenommen. 

Yang Feng Glan, die "Elfenbeinkönigin" © Elephant Action League
Yang Feng Glan, die "Elfenbeinkönigin" © Elephant Action League

Sie wird "Elfenbeinkönigin" genannt – und wird nun wohl endlich hinter Gittern landen: Yang Feng Glan. Die 66-jährige wird beschuldigt, über einen Zeitraum von 14 Jahren 706 Elefantenstoßzähne mit einem Gewicht von 1,9 Tonnen aus dem Land geschmuggelt zu haben. Das heißt, dass sie für die Tötung von mindestens 350 Elefanten verantwortlich ist.

Yang gilt als eine der Hauptverbindungspersonen zwischen den Wilderern und den Elfenbeinverkäufern in Asien. Ihr wird vorgeworfen, ein Netzwerk von Vermittlern organisiert und Menschen aus der lokalen Bevölkerung finanziert zu haben, die Elefanten in Schutzgebieten wilderten. Yang wurde zusammen mit zwei Komplizen verhaftet. Auf sie wartet nun eine Anklage wegen Beteiligung an Organisiertem Verbrechen.

"Elefanten keine einfachen Opfer mehr"

"Tansanias Elefanten waren lange ein einfaches Opfer, aber diese Verhaftung zeigt, dass die Zeiten vorbei sind, in denen die Gangsterbosse unantastbar schienen", sagt Amani Ngusaru, der Landesdirektor des WWF Tansania. "Die Gründung der Umweltspezialeinheiten in Tansania beginnt Früchte zu tragen." 

60 Prozent aller Elefanten verloren – in fünf Jahren!

Beschlagnahmtes Elfenbein © Elizabeth John / Traffic
Beschlagnahmtes Elfenbein ©  Elizabeth John / Traffic

Tansania hat in den letzten fünf Jahren 60 Prozent seiner Elefanten verloren. Von den im Jahr 2009 gezählten 109.000 Tieren waren 2014 nur noch 43.000 übrig.

"Diese Verhaftung ist ein Riesenerfolg. Aber die Behörden dürfen jetzt nicht aufhören: Jetzt muss das gesamte kriminelle Netzwerk zerschlagen werden – oder das Gemetzel an den Elefanten Tansanias wird weitergehen", so Amani Ngusaru weiter.

Dieses Netzwerk reicht bis in die lokalen, an die Schutzgebiete angrenzenden Dörfer, in denen aus der armen Bevölkerung rekrutiert wird, die ohne Einkommensalternative zu Wilderern werden. Genau hier versucht der WWF den Spieß umzudrehen: Wir arbeiten mit den Dorfbewohnern direkt zusammen, um die Grundlagen für einen auf Wildschutz basierten Ökotourismus zu schaffen, der dann Einkommen aus nachhaltigem Tierschutz und Tourimus in den Dörfern generiert.

Sie möchten die Arbeit des WWF für die Afrikanischen Elefanten unterstützen? Helfen Sie mit einer Spende oder werden Sie Pate für die Elefanten Afrikas!

  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • drucken
   
Stopp
Wilderei
Stopp
Wilderei