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Stand: 03.07.2013

Obama will Wildtierhandel bekämpfen

WWF lobt Obama für seine wichtige Ankündigung während seiner Afrika-Reise, den illegalen Handel mit Wildtieren zu bekämpfen

U.S. Präsident Barack Obama © White House
U.S. Präsident Barack Obama © White House

Washington – Der WWF lobte heute Präsident Obama für seine Ankündigung, wesentliche Maßnahmen zu ergreifen, um den Schwarzhandel mit Wildtieren ebenso zu bekämpfen wie die global agierenden Verbrechersyndikate, die diesen illegalen Handel betreiben. Eine präsidiale Task Force gegen illegalen Wildtierhandel wird eingerichtet, der als erste Maßnahme 10 Millionen US-Dollar als Unterstützung zur Einrichtung von regionalen und bilateralen Schulungen sowie technische Unterstützung vor Ort in Afrika zur Bekämpfung des illegalen Wildtierhandels zur Verfügung gestellt werden.

Am Ende seiner Afrikareise sprach Präsident Obama am 1. Juli 2013 in Tansania. 

Die Wilderei und der illegale Handel mit wild lebenden Tiere stelle eine große Bedrohung für Afrika dar. Er betonte, dass Wildereiaktivitäten sich ausgebreitet haben - von opportunistischen Taten bis hin zu koordiniertem Abschlachten - die insgesamt von bewaffneten und gut organisierten kriminellen Banden beauftragt werden. Das Überleben von geschützten Tierarten wie Elefanten, Rhinozerossen und anderen gefährdeten Arten habe einen positiven wirtschaftlichen, sozialen und umweltpolitischen Effekt, der nach Meinung des Weißen Hauses für alle Menschen wichtig sei.

Präsident Obama kündigte maßgebliche neue Anstrengungen der US-Regierung an, um dem Problem zu begegnen. Auch eine behördenübergreifende Task Force auf höchster Ebene soll entstehen, eine präsidiale Task Force gegen illegalen Wildtierhandel unter der Führung von Innen-, Staats- und Justizressort. Auch soll ein externes Beratungsgremium zu illegalem Wildtierhandel eingesetzt werden. Obama verfügte, dass die Eingreiftruppe in den kommenden sechs Monaten eine nationale Strategie zur Bekämpfung von illegalem Wildtierhandel entwickeln solle. Außerdem soll darüber nachgedacht werden, wie die transnationale US-Strategie gegen organisierte Kriminalität zur Zielerreichung einbezogen werden kann, wie das bereits bei anderen schwerwiegenden Verbrechen wie Menschen- und Waffenhandel der Fall ist. Der Fokus der Task Force soll auf der Verhinderung von Wilderei ebenso liegen wie auf regionaler Durchsetzung von Recht und Gesetz sowie von Durchsetzungsmechanismen, um illegalen Handel und Nachfrage zu senken. Der Präsident merkte an, dass diese Herausforderung nicht nur für Afrika gelte und dass die USA versuchen müssten, die Nachfrage nach illegal gehandelten Wildtieren im In- und Ausland zu senken, wobei legaler und legitimer Handel mit Wildtieren weiter möglich sein soll. 

„Die majestätischsten Tierarten des Planeten werden massakriert, um zum Urlaubssouvenir, zum Katerfrühstück nach durchzechten Nächten oder zur falschen Wundermedizin gegen Krebs verarbeitet zu werden“, sagte Carter Roberts, Präsident und Vorstandsvorsitzender vom WWF. „Diese Verbrechersyndikate berauben Afrika seines Reichtums. Präsident Obamas Selbstverpflichtung zu helfen, um die globale Verbrechenswelle zu bekämpfen, die die Wälder und Savannen des Kontinents lichten, sind willkommene Nachrichten. Das bedeutet einen entscheidenden Ansporn für diejenigen, die gegen illegalen Wildtierhandel kämpfen – von den Rangern vor Ort über die lokalen Umweltschutzorganisationen bis hin zu den Entscheidungsträgern weltweit. Die Zukunft unserer Wildtierwelt liegt in unseren Händen. Wir müssen mit der notwendigen Schnelligkeit handeln, um sicherzustellen, dass Elefanten, Rhinozerosse und andere außergewöhnliche Lebewesen nicht für immer von der Erde verschwinden.“ 

Länder wie Tansania und andere afrikanische Staaten verlieren ihre natürlichen Ressourcen – und auch das Leben vieler Ranger und Ordnungshüter - in einem Ausmaß, das internationales Eingreifen erforderlich macht. Die Vereinten Nationen haben formal anerkannt, dass mit Erlösen aus illegalem Elfenbeinhandel Gruppen in Afrika mit Verbindungen zu Terrororganisationen unterstützt werden. Sowohl die frühere Staatssekretärin Hillary Clinton als auch der derzeitige Staatssekretär John Kerry haben in Anbetracht der Wildereikrise in Afrika diesem Anliegen höchste Priorität eingeräumt. Der Präsident von Gabun, der Vorsitzende der Afrikanischen Entwicklungsbank, die Regierung des Vereinigten Königreichs sowie die Premierministerin Thailands haben im letzten Jahr ebenfalls bei der Bekämpfung von illegalem Wildtierhandel allesamt großen Einsatz gezeigt. 

Der WWF ruft nun als Teil einer globalen Kampagne alle Regierungen auf, internationale Lösungen voranzubringen, um den illegalen Wildtierhandel zu beenden. Insbesondere sind diejenigen Regierungen der Nachfrageländer wie China, Vietnam, Thailand und der USA aufgerufen, ihre Anstrengungen auf diesem Gebiet zu verstärken und gegen illegale Netzwerke rigoros durchzugreifen.

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