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Die Woche der Umwelt im Schloss Bellevue

WWF präsentiert Thunfischprojekt und erhält UN-Preis für Junior Ranger Programm

Der Bundespräsident lud den Umweltschutz ins Schloss Bellevue ein. Joachim Gauck und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) veranstalteten vom 5. bis zum 6. Juni 2012 die „Woche der Umwelt“. Der WWF präsentierte dabei neben 200 eingeladenen Ausstellern seine Ideen für einen wirksamen Klima- und Umweltschutz.

Bettina Münch-Epple (WWF-Umweltbildungsexpertin, rechts), Jan Wildefeld (Europarc Deutschland, links) und drei Junior-Rangerinnen vom Wattenmeer freuen sich über die von Umweltminister Peter Altmeier (Mitte) überreichte Prämierung des Junior-Ranger-Programmes als „Offizielles Projekt der Weltdekade Biologische Vielfalt“.
Bettina Münch-Epple (WWF-Umweltbildungsexpertin, rechts), Jan Wildefeld (Projektkoordinatior Europarc Deutschland, links) und drei Junior-Rangerinnen vom Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer freuen sich über die von Umweltminister Peter Altmeier (Mitte) überreichte Prämierung des Junior-Ranger-Programmes als „Offizielles Projekt der Weltdekade Biologische Vielfalt“. © Bettina Münch-Epple / WWF

Bereits zum vierten Mal zeigte sich Schloss Bellevue eine Woche lang im Zeichen des Umweltschutzes (offizielles Programm). Es wurden nachhaltige Technologien, Produkte, Projekte und Konzepte vorgestellt, die sich über einen besonders effizienten Umgang mit den natürlichen Ressourcen auszeichnen. 

 

Bundesumweltminister Peter Altmeier spricht zur Energiewende 

Der Vorstand des WWF Deutschland, Eberhard Brandes, nahm im Rahmen der Woche der Umwelt am 6. Juni an einer Podiumsdiskussion teil. Er sprach zum Thema „Grüne Produktion – Ideen und Ressourcen für die Märkte von morgen.“ Die DBU erwartete insgesamt 12.000 Gästen für beide Veranstaltungstage.

 

Peter Altmeier kehrte genau vier Wochen nach der Ernennung um Bundesumweltminister nach Schloss Bellevue zurük. Joachim Gauck begrüßte gleichzeitig Vertreter der Wissenschaft, Wirtschaft, von Stiftungen und Verbänden. Sie präsentieren das Innovationspotenzial: Ideen, Technologien und Projekte, um die Energiewende auf den Weg zu bringen.

Tunfisch Woche der Umwelt WWF
© Georg Scattolin / WWF

WWF-Thunfisch-Projekt auf den Philippinen als Modell

Der WWF Deutschland stellte dabei sein Thunfisch-Projekt auf den Philippinen vor. Catherine Zucco, Fischereiexpertin des WWF zeigte neue Ideen für eine nachhaltige Fischerei. „Der Thunfisch wird von den Kleinfischern traditionell mit selektiven Handleinen gefangen. Jeder Fischer arbeitet mit nur einem Haken in etwa 150 Meter Tiefe. So fängt er hauptsächlich ausgewachsene Gelbflossenthunfische, die sich schon fortgepflanzt haben“ sagt Cathrine Zucco. Der WWF arbeitet eng mit Fischern, lokalen Fischereibehörden und Verarbeitern vor Ort zusammen, um alle Informationen systematisch zu erfassen. Auf dieser Basis soll eine Begrenzung der Fangemenge eingeführt und die Überwachung der Fischerei verbessert werden. In der Folge kann auch die illegale und undokumentierte Fischerei eingedämmt werden.

© Arnold Morascher / WWF
© Arnold Morascher / WWF

WWF Junior Ranger wird von der UN ausgezeichnet

Im Rahmen der „Woche der Umwelt“ wurde außerdem die Bildungsarbeit von WWF und Europarc Deutschland ausgezeichnet. Der WWF freute sich über die Prämierung des „Junior Ranger Programmes“ als „Offizielles Projekt der Weltdekade Biologische Vielfalt“. Diese Projekte zeichnen sich darin aus, ein öffentliches Bewusstsein für biologische Vielfalt zu erzeugen, dabei den Wert der Natur und die gesellschaftliche Verantwortung von nachhaltigem Handeln und Denken zu vermitteln. Die Jahre 2011 bis 2020 wurden von den Vereinten Nationen als die Dekade der biologischen Vielfalt deklariert.