WWF Deutschland

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Stand: 05.04.2016

Unsere Naturschutzerfolge 2015 in Deutschland

Erfolge für den Naturschutz in Deutschland: Der WWF konnte auch hierzulande einiges erreichen. Dank Ihrer Unterstützung.

Die Unterems © Claudia Stocksieker / WWF
Die Unterems © Claudia Stocksieker / WWF

Verhandlungserfolg für die Ems

Der WWF engagiert sich gemeinsam mit BUND und NABU seit den 80iger Jahren für den Schutz der Ems. Nach zähen Auseinandersetzungen unterschrieben im März 2015 der Bund, das Land Niedersachsen, die Stadt Emden, die Meyerwerft, die betroffenen Landkreise sowie die Umweltverbände den „Masterplan Ems 2050“. Damit gibt es eine hart errungene Einigung auf umfangreiche Maßnahmen zur Renaturierung für die kommenden 35 Jahre.

Dazu hat der WWF maßgeblich beigetragen, einerseits durch seine Beteiligung an juristischen Verfahren sowie durch die Entwicklung konkreter Lösungsvorschläge in den Verhandlungen. Naturschutz und wirtschaftliche Nutzung des Flusses müssen künftig in Einklang gebracht werden. 

Ostsee: Rote Karte für Hafen im Nationalpark

Im April 2015 stimmten die Prerower Wähler dafür, den Nothafen Darßer Ort endlich stillzulegen. Er liegt in der Kernzone des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft, in der keine Eingriffe in die Natur mehr vorgenommen werden dürfen. Die jedoch notwendig sind, um den Nothafen zugänglich zu halten. Und das geht zulasten des sensiblen Ökosystems.

Bis der Hafen fertig ist, muss zwar noch gebaggert werden. Für diese Übergangszeit jedoch wird der Sand aus der Fahrrinne bereits zur schrittweisen Renaturierung des Hafenbeckens verwendet. Der WWF hatte sich in jahrzehntelangen Auseinandersetzungen mit den Nutzern, in der Politik und vor Gericht für einen Ersatz für den Nothafen am Darßer Ort eingesetzt. 

War mit dabei: Das Bienenbaumhaus Brüel © Imkerverein Sternberg

Wettbewerb „Wildes Deutschland“

Im vergangenen Jahr konnten 50 kleine Naturschutzprojekte abgeschlossen werden, die der WWF im Rahmen des Wettbewerbs „Wildes Deutschland“ unterstützt hatte. Kindergruppen bauten Nisthilfen oder legten Amphibienteiche an. Einige Initiativen gewannen wichtige Erkenntnisse für den Artenschutz, wie über das Wildkatzenvorkommen in Thüringen und am Oberrhein. Oder sie bauten eine Brutinsel für die seltene Flussseeschwalbe. Junge Filmemacher entwickelten ihr eigenes Naturschutzprojekt. Der WWF ist sich sicher, dass viele der Innovationen in die Zukunft wirken werden. 

 

Strommarkt wird grüner

Die Bundesregierung geht einen weiteren Schritt, um ihr Klimaschutzziel zu erreichen und die Emissionen bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Konkret sollen etwa 15 Prozent der derzeitigen Leistung aus Braunkohlekraftwerken nur noch im äußersten Bedarfsfall genutzt werden. Nach 2020 werden die Braunkohlekraftwerke dann endgültig stillgelegt. Der WWF hatte bereits frühzeitig und wiederholt darauf hingewiesen, dass das Klimaschutzziel in 2020 nicht ohne eine deutliche Reduzierung der Kohleverstromung zu schaffen ist.

Darüber hinaus wurden das Aktionsprogramm Klimaschutz und der nationale Energieeffizienzplan beschlossen – inklusive umfassender Maßnahmenvorschläge des WWF für Energie, Verkehr, Gebäudeeffizienz und Industrie. 

Klimaschutzgesetze der Bundesländer

Der WWF hat die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bei der Erarbeitung ihrer Klimaschutzgesetze begleitet. Darüber hinaus sind drei weitere Bundesländer dem Ziel des WWF gefolgt, darin eine umfassende Klimaschutzstrategie gesetzlich zu verankern.

Die politische Arbeit des WWF trägt nun Früchte. Bereits im Vorfeld der Bundestagswahl 2013 hatte er intensiv für ein bundesweites Klimaschutz- und Energiewenderahmengesetz geworben. 

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