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Verantwortungsvolle Holzwirtschaft: Wälder weise nutzen

Mit mehr als 300 Projekten in 65 Ländern der Erde setzt sich der WWF für die Bewahrung der Wälder ein – durch die Ausweisung von Schutzgebieten und durch die Förderung verantwortungsvoller Forstwirtschaft.

Bartkauz © Wild Wonders of Europe / Peter Cairns / WWF
Bartkauz © Wild Wonders of Europe / Peter Cairns / WWF

Denn mit Schutzprojekten allein lassen sich die letzten naturnahen Wälder der Erde auf Dauer nicht vor der Zerstörung bewahren. Der zweite Weg zu ihrer Rettung ist eine naturschonende Nutzung ihres Holzes, die sich sowohl für die lokale Bevölkerung als auch für die Holzwirtschaft rechnet.

„Gutes“ und „schlechtes“ Holz

Das FSC Deutschland Gütesiegel © Hausbruch / WWF / Schwarzbach
Das FSC Deutschland Gütesiegel © Hausbruch / WWF / Schwarzbach

Wie aber sollen Holzeinkäufer und Verbraucher „gutes“ Holz von „schlechtem“ unterscheiden können? Hier hilft das Label des Forest Stewardship Council (FSC). Der FSC ist derzeit das einzige glaubwürdige und international anerkannte Zertifizierungssystem in den Bereichen Holz und Papier auf dem Markt. Und zugleich das anspruchsvollste: Das FSC-Zeichen garantiert, dass Holz- und Papierprodukte aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen. Das bedeutet unter anderem:

• Bewirtschaftung innerhalb der gesetzlichen Vorschriften,
• keine Umwandlung in andere Nutzungsformen,
• keine gentechnisch veränderten Organismen,
• Berücksichtigung besonderer Schutzwerte (zum Beispiel Wasserschutzgebiete, bedrohte Ökosysteme oder Orte traditioneller kultureller Bedeutung),
• Pflanzung bevorzugt heimischer Baumarten,
• Verbot gefährlicher Pestizide sowie
• Arbeitssicherheit und angemessene Löhne.

Die gesamte Handelskette der Produkte wird unabhängig und regelmäßig kontrolliert. Zugleich werden ökologische und soziale Standards eingehalten. Der WWF arbeitet daran, den FSC-Standard kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Geschenk an die Erde

Europäischer Wald © Wild Wonders of Europe / Cornelia Doerr / WWF
Europäischer Wald © Wild Wonders of Europe / Cornelia Doerr / WWF

Der FSC wurde 1993 gemeinsam von Umweltorganisationen wie dem WWF, Gewerkschaften, Vertretern betroffener Volksgruppen und Unternehmen der Holz- und Forstwirtschaft als nichtstaatliche, gemeinnützige Organisation gegründet. Sie setzen sich seither gemeinsam dafür ein, dass weltweit immer mehr Wälder umweltgerecht, sozial verträglich und zugleich ökonomisch tragfähig bewirtschaftet werden.

Mit beachtlichem Erfolg: Ende 2012 waren bereits mehr als 165 Millionen Hektar Wald in 80 Ländern FSC-zertifiziert und damit durch nachhaltige Nutzung vor Raubbau geschützt. Allein seit Dezember 2002 hat sich die Größe der FSC-Waldflächen weltweit mehr als verfünffacht.

In Deutschland sind bislang 633.000 Hektar Wald (Stand 9/2012) nach den Prinzipien und Kriterien des FSC zertifiziert. Dabei sind alle Waldbesitzarten vertreten: Bundes-, Staats-, Kommunal-, Privat-, Stiftungs- und Kirchenwald. Die FSC-Zertifizierung in Hamburg und Schleswig-Holstein wurde 1998 von den dortigen Landesregierungen dem WWF symbolisch als erstes deutsches „Geschenk an die Erde“ überreicht.

Keine Entwaldung mehr bis 2020

Viele Tausend FSC-Holzprodukte sind weltweit inzwischen bereits im Handel erhältlich. Im gesamten Bundesgebiet kann man bei zahlreichen Einzelhändlern und im Versandhandel die verschiedensten FSC-Holzprodukte kaufen. Das FSC-Zeichen spielt inzwischen auch bei Gartenmöbeln, Hygienepapieren, grafischen Papieren sowie Büchern eine große Rolle.

Ziel des WWF ist es, dass es bis 2020 weltweit keine Entwaldung mehr gibt. Waldzertifizierungen nach den FSC-Standards können dazu ein gutes Stück beitragen.

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