© Sanchez & Lope / WWF-Canon
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Die Rückkehr der Braunbären

Über 150 Jahre ohne Bär waren genug: 1989 wilderte der WWF den ersten Braunbären aus. Die dreieinhalb Jahre alte Bärin „Mira" wurde erst in Kroatien eingefangen, dann in Niederösterreich wieder freigelassen. Dort lebte bereits der „Ötscherbär", der von selbst aus Slowenien eingewandert war. Das Pärchen sorgte bald für Nachwuchs, 1991 wurden drei kleine Bären gesichtet.

Hiervon beflügelt, siedelte der WWF in den Folgejahren weitere Braunbären in Österreich an. Seitdem wurden 31 Bärenjunge geboren - eine der größten Erfolgsgeschichten des Artenschutzes in Mitteleuropa. Besonders erfreulich war die Zustimmung der Bevölkerung, die sich mit überwältigender Mehrheit für "ihre" Bären aussprach.

Daran hat sich nichts geändert. Im Sommer 2008 sind 71 Prozent aller Österreicher dafür, dass Bären in den Alpen leben. Die Situation der Braunbären aber ist so dramatisch wie im 19. Jahrhundert. Nur noch drei Bären sind genetisch nachweisbar, nur zwei von ihnen - die beiden Bärenmännchen Moritz und Djuro - hinterlassen aktuell Spuren. Was ist passiert?

Der Kampf gegen das zweite Aussterben

© P. Weimann / WWF
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Seit einigen Jahren verschwinden die österreichischen Bären ohne ersichtlichen Grund. Experten halten es für unwahrscheinlich, dass die Tiere unbemerkt abgewandert oder einer Krankheit zum Opfer gefallen sind. Auf Betreiben des WWF ermittelt seit 2007 das Bundeskriminalamt in Wien. Im Dezember 2007 stieß die "Soko Bär" im Keller eines verstorbenen Jägers auf ein ausgestopftes Bärenjunges. Die wissenschaftliche Analyse ergab zweifelsfrei, dass es sich um eines der in Österreich geborenenen Bären handelte.

Während die Kriminalpolizei weiter daran arbeitet, den Bären-Schwund aufzuklären, kämpft der WWF unterstützt von Experten, Sponsoren und den Menschen im Bärengebiet gegen das zweite Aussterben der Braunbären. Schließlich bieten allein die deutschsprachigen Alpen ausreichend geeigneten Lebensraum für eintausend Tiere, doch weder in der Schweiz noch in Deutschland finden sich bislang dauerhaft Bären.

Deshalb setzt der WWF sich dafür ein, dass in Österreich wieder eine überlebensfähige Braunbärenpopulation ein Zuhause findet. Dass Bären in Österreich friedlich mit Menschen gemeinsam leben können, hat der Erfolg der ersten Jahre bewiesen.

„Mira" wurde erst in Kroatien eingefangen, dann in Niederösterreich wieder freigelassen. Dort lebte bereits der „Ötscherbär", der von selbst aus Slowenien eingewandert war. Das Pärchen sorgte bald für Nachwuchs, 1991 wurden drei kleine Bären gesichtet.