Der Vegetarier unter den Bären

Große Pandas haben nur alle zwei bis drei Jahre Nachwuchs. © Chris Hails / WWF-Canon
Große Pandas haben nur alle zwei bis drei Jahre Nachwuchs. © Chris Hails / WWF-Canon

Einst bewohnten Pandas den größten Teil Chinas sowie den Norden Burmas und Vietnams. Heute finden wir die letzten Pandabären nur noch in einem halben Dutzend voneinander isolierten Bergregionen im Südwesten Chinas. Teile dieser Regionen sind bereits als Naturschutzreservate ausgewiesen. Fast die Hälfte der Pandas leben jedoch außerhalb dieser Gebiete.

Pandabären verbringen ihren Tag hauptsächlich mit Fressen und Schlafen. Das bedeutet aber nicht, dass sie faule Kerle sind. Im Gegenteil: Ihre Ansprüche an den Lebensraum sind hoch und ihre Lebensweise ist kompliziert. Als einzige Vertreter der Bärenfamilie ernähren sie sich fast ausschließlich vegetarisch, nämlich von Bambusblättern und -stengeln. Um von der nähstoffarmen Kost satt zu werden, benötigen sie bis zu 35 Kilogramm Nahrung. Dazu müssen sie bis zu 16 Stunden am Tag fressen.

Der mit 85 bis 125 Kilogramm schwere ausgewachsene Panda bleibt dementsprechend das ganze Jahr über aktiv und hält im Gegensatz zu den meisten anderen Bärenarten keine Winterruhe.

Zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr wird eine Pandabärin zeugungsfähig. Alle zwei bis drei Jahre bringt sie dann, nach fünf Monaten Tragzeit, ein einziges hamstergroßes Pandajunges zur Welt (ganz selten auch zwei). Das hat bei der Geburt allerdings noch keinerlei Ähnlichkeit mit einem ausgewachsenen Puschel-Panda.