WWF Deutschland
Der Tiger (Panthera tigris) – die größte und majestätischste Raubkatze der Erde – besiedelte einst fast ganz Asien, vom Ochotskischen Meer bis in die östliche Türkei hinein. Heute kommt er nur noch verstreut vom Himalaja bis zur malaiischen Halbinsel sowie auf Sumatra, in China und in Russlands Fernem Osten vor.
Der Tiger gilt heute als eines der Symbole für modernen Artenschutz. Seit vielen Jahren engagiert sich der WWF in zahlreichen internationalen Tigerschutzprojekten. In den Schutzprojekten geht es hauptsächlich darum, die drei Hauptgefährdungsursachen zu verringern: Lebensraumverlust, Wilderei und illegaler Handel sowie Konflikte zwischen Menschen und Tigern, die häufig zum Tod der Tiger führen.
Auf dem Tigergipfel in St Petersburg in Russland im November 2010 beschlossen die Staatspräsidenten und Minister aller Tiger-Verbreitungsstaaten bis 2022 die Anzahl der jetzt etwa 3200 Tiger verdoppeln zu wollen. Ein Aktionsplan zur Rettung der Tiger soll das sicher stellen. Der WWF war und ist ein entscheidender Partner zur Erreichung dieses ambitionierten Ziels.
Der WWF konzentriert sich auf 12 prioritäre Tiger-Lebensräume von Russland bis Indonesien und von Indien bis China. Der WWF ist in insgesamt 10 der 12 Tiger-Verbreitungsstaaten aktiv und hat in den meisten Ländern gute Kontakte zu Entscheidungsträgern in der Politik, aber auch Projekte zum Tigerschutz vor Ort. Die WWF Projekte im Feld zielen vor allem darauf ab, die Lebensräume der Tiger zu erhalten und diese wieder miteinander zu vernetzen:
Die Wilderei ist der zweite wichtige Grund für den weltweiten Rückgang der Tigerbestände, daher unterstützen wir in zahlreichen Ländern erfolgreich den Einsatz von Anti-Wilderer-Einheiten. Der WWF Deutschland unterstützt konkret die Ausbildung und Ausstattung von Anti-Wilderereinheiten im Russischen Fernen Osten (Amur-Tiger), in Thailand (Indochinesischer Tiger) sowie in Sumatra (Sumatra-Tiger).
Zusammen mit Partnern wie TRAFFIC und Interpol bekämpft der WWF den Schmuggel mit Tigerprodukten.
In einigen Regionen nutzen der WWF und Wissenschaftlicher Foto- und Videofallen um den Nachweis zu führen, wo Tiger in welcher Zahl vorkommen. Dies dient auch als Grundlage für die Ausweisung neuer Tigerschutzgebiete. Kamerafallen werden nicht nur bei Tigern eingesetzt, sondern bei zahlreichen anderen Tierarten weltweit, seien es Nashörner, Luchse oder Pandabären. Auch anderen Umweltschutzorganisationen nutzen diese Technik, um Bestandszahlen zu ermitteln, Wanderrouten oder Lebensgewohnheiten – besonders in schwer zugänglichen Regionen.
WWF/Traffic: Reduced to Skin and Bones - Über 1000 getötete Tiger in zehn Jahren
Titel: Tiger
Link: http://www.wwf.de/themen/artenschutz/bedrohte-tiere-und-pflanzen/tiger/