Erster Aktionsplan gegen Buschfleisch
Die DR Kongo unternimmt etwas gegen den ausufernden Wildfleischhandel

- Buschfleisch über Feuer. ©WWF Günther Merz
Der größte Staat Zentralafrikas schreibt Geschichte: Die Demokratische Republik Kongo will mit dem ersten nationalen Aktionsplan die Buschfleischkrise des Landes in den Griff bekommen. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) organisierte TRAFFIC, das gemeinsame Artenschutzprogramm von WWF und der Weltnaturschutzunion IUCN, im September 2009 in der Hauptstadt Kinshasa zwei Strategietage für Mitarbeiter der nationalen Naturschutzbehörde, Ausbilder im Naturschutz, Nationalparkmanager und Vertreter von Naturschutzorganisationen.
Denn immer mehr so genanntes Buschfleisch – Fleisch von Wildtieren – wird in Kongo als Nahrungsmittel gehandelt. Besonders große Säugetiere sind ganz direkt bedroht, darunter Menschenaffen, Flusspferde und Elefanten. Damit ist längerfristig auch die Lebensgrundlage vieler Dorfbewohner gefährdet.
Guy Mbayma Atalya, Generalinspektor des kongolesischen Instituts für Naturschutz (ICCN), dankte dem BMZ und TRAFFIC und verspricht sich viel von der beim Treffen gemeinsam entwickelten Strategie: „Wichtig bleiben die Aufklärung der Bevölkerung, die Bereitstellung von Alternativen zur Buschfleischnutzung, die Effizienz von Wildhütern, Vollzugs- und Justizbehörden bei der Wildereibekämpfung und die Entwicklung eines Indikatorsystems für Menge und Art des konsumierten Fleisches für unser Land.“

