Globale Fischplatte – jetzt mit 40% Beifang
Der WWF versendet knapp 400 Beifang - Pakete an Politiker, Journalisten und Händler
Die Empfänger werden sich gewundert haben: Eine Tiefkühlpackung Fisch vom WWF? Auf den zweiten Blick jedoch dürfte der Hunger auf die „Globale Fischplatte“ vergangen sein. Der Slogan „Mit 40% Beifang“ macht schnell deutlich worum es dem WWF hier geht. Politiker, Journalisten und Händler sollten auf die erschreckenden Neuigkeiten zum Beifang-Problem aufmerksam gemacht werden: Der WWF veröffentlichte am 15. April einen neuen Report, demzufolge mindestens 40 Prozent aller Fische und Meerestiere, die in die Netze der Fischindustrie gehen, als so genannter Beifang enden.

- © J. Matijevic / WWF
Dafür wurden rund zwei Drittel der weltweiten Meeresfischerei auf ihren Beifanganteil untersucht. Demnach geht ein großer Teil des Fangs entweder als toter „Müll“ auf See über Bord oder wird ohne angemessenes Management gefischt. Die im Report untersuchten Fischereien haben einen geschätzten jährlichen Gesamtfang von 95,2 Millionen Tonnen. Davon wurden rund 38,5 Millionen Tonnen, also 40,4 Prozent, als Beifang identifiziert.
Der Inhalt der Verpackung hätte auch keinen Fischhunger gestillt. Zehn Merkkarten zählen die wichtigsten Argumente auf, warum Beifang verringert werden muss. Der WWF verdeutlicht darin die wachsenden Probleme, wie „Beifang ist ein Motor der weltweiten Überfischung“, „Beifanggesetze zwingen EU-Fischer zu Verschwendung“ oder „Beifang ist sehr teuer“ und zeigt gleichzeitig Lösungswege, die zu weniger Beifang in der Fischerei führen.




