Die 5. Internationale Nordseeschutzkonferenz (INK)
am 20. und 21. März 2002 in Bergen/Norwegen

- Wägte ab: Der WWF auf der Nordseeschutzkonferenz. © WWF / Helge Hansen
Die Zukunft der Nordsee stand auf der Tagesordnung: Auf der INK in Norwegen verhandelten die Umweltminister aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Norwegen, Schweden, Großbritannien, der Schweiz und den Niederlanden über eine gemeinsame Politik zum Schutz der Nordsee. Der WWF nahm als offizieller Beobachter an den Sitzungen teil und setzte sich vor allem dafür ein, dass die Minister klare Ziele für eine schonendere Fischerei und somit für die Verringerung der Überfischung und der Beifänge (Beispiel: Schweinswale in Fischernetzen) festlegten.
WWF-Protestaktion für weniger Beifänge
Um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, veranstaltete der WWF zu Beginn der Konferenz eine große Protestaktion. Eine überdimensionale Waage symbolisierte das bestehende Ungleichgewicht zwischen den wenigen gefangenen Fischen und den vielen als Beifang geopferten Meerestieren.
Prominentes Beispiel der durch die bisherigen Fischereipraktiken gefährdeten Arten ist der Schweinswal. Aber auch Seesterne und zu kleine Fische stehen stellvertretend für die vielen Beifangopfer. Der WWF wandte sich mit der Aktion an alle anwesenden Umweltminister, wollte aber vor allem Bundesumweltminister Jürgen Trittin an seine Zusage erinnern, sich auf der INK persönlich für den Schutz der Schweinswale und anderer betroffener Arten stark zu machen.
Bereits im Vorfeld der Konferenz hatte der WWF dazu konkrete Vorschläge unterbreitet, wie zum Beispiel einen Rettungsplan für die Schweinswale.
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