Holz: Raubbau für Möbel und mehr

Für Tropenholz auf dem Europäischen Markt vernichtet: Indonesischer Regenwald © WWF-Canon/ Alain Compost

Untersuchungen aus dem Jahr 2000 zeigten, dass 50 bis 70 Prozent der gesamten Holzlieferungen Indonesiens aus illegalen Quellen stammen. Ein Netz aus Korruption und weit verbreiteter Armut verstärkt die Problematik. So genannte "Broker” fungieren als unsichtbare Mittelsmänner zwischen den verarbeitenden Fabriken und den für einen Hungerlohn angeheuerten Holzfällern. Die Holzfällertrupps bestehen meist aus etwa fünf Holzfällern -oft Migranten aus ärmeren Regionen wie dem nördlichen Sumatra, die in illegalen Camps im Wald leben.

Legal wie illegal geschlagenes Holz gelangt in großen Mengen auf unsere Märkte - als Sperrholz direkt nach Europa exportiert oder als Stämme, die entgegen indonesischem Recht nach Malaysia oder Singapur geschmuggelt werden. Verwendung findet das Holz für Bauverschalungen, Möbel und viele Dinge mehr.

Lösungen für ein kompliziertes Problem

Der WWF verfolgt ein Bündel an Maßnahmen, um dieser schwierigen Situation Herr zu werden. Nach Ausübung beträchtlichen Drucks auf große Unternehmen können unsere indonesischen WWF-Kollegen auf Sumatra schon erste Erfolge nachweisen - beispielsweise wenn es darum geht, private Holzstraßen für illegale Lastwagen zu sperren.

Unsere Verantwortung in Europa ist es vor allem, dazu beizutragen, dass die kriminelle Ware keine Abnehmer mehr findet. Die dunklen Wege, über die illegales Holz aus Indonesien und vor allem aus der Tesso Nilo-Region zu uns kommt, will der WWF in Zukunft verstärkt ausleuchten.