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Schutzgebiete in Indonesien
Schutzgebiete sind eines der wichtigsten Werkzeuge, um die biologische Vielfalt und die ökologischen Funktionen der Wälder zu erhalten. Ihre Errichtung soll die ungestörte Entwicklung von Tier- und Pflanzenarten ermöglichen und zugleich die menschlichen Eingriffe in diesen Gebieten ausschließen oder so regulieren, dass sie der Artenvielfalt nicht schaden.
Schutzgebiete einzurichten ist auch in Indonesien eine wichtige Maßnahme des WWF, um die Zerstörung von Regenwäldern, besonders Torfmoorwäldern, zu bremsen oder gar zu stoppen. Mit einer Reihe begleitender Maßnahmen sorgt die Umweltstiftung zugleich für die Erhaltung und Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Wälder, um ihre Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel zu erhöhen – zum Beispiel durch die Vermeidung weiterer Fragmentierung von Waldflächen, Brandbekämpfung, Vermeidung zu intensiver Waldbewirtschaftung sowie Verhinderung der Umwandlung von Naturwäldern in Plantagen.
Das Herz von Borneo

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Im Inneren der drittgrößten Insel der Welt entsteht auf WWF-Initiative ein rund 220.000 Quadratkilometer großes Netzwerk aus Schutzzonen und nachhaltig genutzten Wäldern. Das entspricht nahezu der Fläche Großbritanniens. Dort befinden sich drei der vier wichtigsten Verbreitungsgebiete des Orang-Utans. Es schließt auch drei von WWF Deutschland unterstützte Projekte mit ein: Den Betung Kerihun-Nationalpark in der indonesischen Provinz West-Kalimantan, den Nationalpark Kayan Mentarang in Ost-Kalimantan und das Upper Segama-Malua Orang-Utan Landscape Project im malaysischen Bundesstaat Sabah.
Vordringliches Ziel der Heart of Borneo-Initiative des WWF ist es, die Wälder dieser Region ausreichend zu schützen oder ihre Nutzung so zu regeln und zu überwachen, dass sie auch langfristig in einem artenreichen Zustand erhalten bleiben.
Nach langen Vorbereitungen erreichte die Initiative am 12. Februar 2007 einen wichtigen Meilenstein. Die Heart of Borneo-Deklaration wurde von den Forstministern Indonesiens, Malaysias und Bruneis in Bali unterzeichnet. Inzwischen haben die drei Länder auch Aktionspläne für ihre Landesteile des Heart of Borneo erstellt, die noch 2009 zu einem Dreiländer-Plan zusammengeführt werden sollen.
Der WWF unterstützt die Heart of Borneo-Initiative in folgenden Bereichen:

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- Beratung der Arbeitsgruppen der beteiligten Länder in Fragen der Landnutzungsplanung und des grenzübergreifenden Naturschutzes.
- Förderung von Investitionen zur nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen. So ergeben sich als Alternativen zum bisherigen Raubbau der Ökotourismus, die nachhaltige Produktion von Palmöl oder eine nachhaltige Waldwirtschaft.
- Sicherung von Schutzgebieten: Ein verbesserter Schutz der Nationalparks wird durch die Unterstützung der Parkbehörden und die Verstärkung der Patrouillen erreicht.
- Unterstützung der lokalen Bevölkerung in den Randzonen der Nationalparks durch land- und forstwirtschaftliche Projekte, die zusätzliche Einkommen schaffe.


Die Torfmoorwälder von Sebangau
