
- © Sebangau Project / WWF Indonesien
Wiederaufforstung / Wiederbewaldung
Aufforstung und Wiederaufforstung besonders auf degradierten Flächen spielen eine wichtige ökologische Rolle. Sie tragen zur Kohlenstoffbindung bei – allerdings zu einem wesentlich geringeren Anteil, als es lange bestehende Wälder können.
Es dauert zumeist Jahrzehnte, bis ein Setzling groß geworden ist und so viel Kohlenstoff bindet, wie ein erwachsener Baum bei seiner Verbrennung oder Verrottung freisetzt. Hinzu kommt: In der Regel lassen sich Tropenwälder großflächig nicht wieder aufforsten, da sie auf sehr nährstoffarmen Böden wachsen. Wird der natürliche Nährstoffkreislauf einmal unterbrochen, ist eine Wiederherstellung des Urzustandes fast unmöglich.
Dennoch ist es ein wichtig, dort, wo es ökologisch möglich ist – zum Beispiel auf kleinen Flächen oder dort, wo Bäche und Flüsse immer wieder neue Sedimente als Dünger anschwemmen – auch Flächen wieder zu bewalden.
Beispiel Torfmoorwälder von Sebangau: Aufgeforstet werden Waldlücken vor allem mit lokalen, feuerresistenten Baumarten, Futterpflanzen für Orang-Utans sowie standorttypischen, kommerziell nutzbaren Tropenholzarten. Diese Aufforstungen tragen dazu bei, dass die Torfmoorgebiete wieder zu natürlichen Kohlenstoffspeichern werden. Außerdem mindern die Nutzpflanzen den Raubbau in den verbliebenen Urwäldern.
Im Bundesstaat Sabah wiederum forsten WWF-Experten in einem Orang-Utan-Schutzgebiet gezielt mit fruchttragenden Bäumen auf, um das Nahrungsangebot für die Menschenaffen zu verbessern.


