© Alain Compost / WWF
© Alain Compost / WWF

Wilderei: Orang-Utans sind die Hauptopfer

Neben vielen anderen selten Arten fallen besonders die letzten asiatischen Menschenaffen in ihren letzten Rückzugsgebieten im Norden Sumatras und auf Borneo skrupellosen Wilderern und Tierhändlern zum Opfer – trotz nationaler und internationaler Verbote.

Doch Orang-Utans sterben auch, weil ihr Lebensraum immer rascher verschwindet. Allein die Borneo-Orang-Utans verloren durch den massiven Holzeinschlag in den letzten dreißig Jahren rund 80 Prozent ihres Lebensraumes. Dadurch ist die Zahl der Tiere innerhalb von zehn Jahren um zwei Drittel (!) auf 49.500 (Stand Sommer 2009) zurückgegangen.

Die noch wild existierenden Menschenaffen leben durch die Waldzerstörung in 300 räumlich getrennten Gebieten. Sie können sich also nicht mehr über die einzelnen Gruppen hinaus fortpflanzen. Damit ist der für eine gesunde Entwicklung der Art nötige genetische Austausch auch nicht mehr möglich. Inzucht ist zwangsläufig und die Orang-Utans werden zunehmend anfälliger für Krankheiten.

Schutz für die "Waldmenschen"

© Patricia Graf / WWF
© Patricia Graf / WWF

Der WWF Deutschland engagiert sich daher seit dem Jahr 2003 verstärkt für den Schutz des Orang-Utans, deren malaiischer Name „Waldmensch“ bedeutet. Gemeinsam mit unseren internationalen und lokalen Partnerorganisationen unternehmen wir Aktionen gegen den illegalen Artenhandel und arbeiten dafür, die verbleibenden Wälder dieser Region und ihre beeindruckenden Baumbewohner langfristig zu erhalten.

Ein großer Erfolg gelang 2007: Die drei Insel-Staaten Indonesien, Brunei und Malaysia unterzeichneten die Deklaration für das „Herz von Borneo“. Auf rund 220.000 Quadratkilometern – nahezu der Fläche Großbritanniens –  entsteht seither ein großes Netzwerk aus Schutzzonen und nachhaltig genutzten Wäldern.

Dazu gehören auch die letzten Torfmoorwälder wie der Nationalpark Sebangau. Besonders dort sind noch zahlreiche Orang-Utans zu Hause und bilden eine gesunde Population. Damit das so bleibt, hat der WWF seine Schutzanstrengungen für die Menschenaffen dort erheblich verstärkt.

Zurück

Zur Übersicht Zerstörung >>