Glossar zum CO2-Rechner
Sie haben noch Fragen zum Rechner? Sie möchten wissen, warum der Bereich Konsum so stark zu Buche schlägt? Und welchen Unterschied es macht, ob Sie mit Erdgas oder Heizöl heizen?
In diesem Glossar zum Rechner finden Sie Hintergrundinfos, Fakten und weiterführende Tipps. Unter den einzelnen Bereichen – Zuhause, Heizung, Strom, Unterwegs, Ernährung und Konsum – sind die jeweiligen Begriffe alphabetisch aufgelistet.
Ernährung
Ernährung allgemein
Für den Bereich Ernährung ist die Betrachtung weiterer klimarelevanter Treibhausgase besonders wichtig, da außer CO2, das bei der Produktion und dem Transport der Lebensmittel anfällt, besonders die Treibhausgase Methan und Lachgas aus der Landwirtschaft stammen. Diese haben im Vergleich zu CO2 ein erhöhtes Erderwärmungspotenzial. Ein Kilogramm Methan wirkt 21mal so stark wie ein Kilogramm CO2, bei Lachgas N2O ist die Wirkung sogar 310mal höher.
Ernährungsform
Die Nahrungsmittelgruppen Fleisch und Milchprodukte tragen am stärksten zum Treibhauseffekt bei. Aufgrund der starken Methanproduktion bei der Tierhaltung fallen diese Produkte besonders ins Gewicht. Der Fleischanteil liegt für die im Rechner angegebenen Ernährungsweisen bei:
- Fleischbetont: 290 Gramm pro Tag
- Mischkost: 165 g pro Tag
- Fleischreduziert: 50 g pro Tag
Ökoprodukte
Ökologischer Anbau ist die nachhaltigste Form der Landbewirtschaftung mit einer besseren Energie- und CO2-Bilanz als der konventionelle Landbau. Während der Unterschied zwischen den Anbauarten in der CO2-Bilanz allerdings gering ausfällt, spielt er in der Gesamtökobilanz eine große Rolle. So tragen im Fall konventioneller Landwirtschaft im Unterschied zum Ökolandbau künstliche Düngemittel zur Versäuerung der Böden bei.
Regionale Produkte
Produkte aus der Region enthalten meist deutlich weniger Treibhausgase für den Transport. Insbesondere eingeflogenes Obst und Gemüse verbraucht durchschnittlich 48mal mehr Treibstoff als Gemüse aus der Region. Der Flugtransport aus Übersee schlägt dabei mit mehr als 10 Kilogramm CO2 pro Kilogramm Gemüse zu Buche. Beim Einkauf sollte man deshalb besonders auf Herkunft und Haltbarkeit achten. Wer frische Erdbeeren aus Südafrika oder Spargel aus Kalifornien bezieht, kann sicher sein, dass die Produkte mit dem Flugzeug geliefert wurden. Bananen, Kaffee oder Wein werden dagegen mit dem Schiff transportiert, was sich in der Bilanz kaum auswirkt
Saisonale Produkte
Regionale Produkte sind meistens auch saisonale Produkte und müssen nicht aus dem Ausland beschafft werden. Sie wachsen ohne künstliche Wärmezufuhr im Freiland. Gemüse und Obst, das außerhalb der Saison in beheizten Treibhäusern angebaut wird, schneidet bei der Energie- und Emissionsbilanz zehnmal schlechter ab.
Tiefkühlprodukte
Tiefkühlkost ist praktisch. Daher ist der durchschnittliche Verbrauch an Tiefkühlkost pro Person in den letzten Jahren immer weiter gestiegen und liegt mittlerweile bei knapp 35 Kilogramm pro Jahr. Aber Tiefkühlkost braucht vor allem für die Lagerung viel Energie. Allein der Gefrierschrank benötigt durchschnittlich 500 Kilowattstunden im Jahr und produziert damit indirekt 300 Kilogramm CO2 bei der Stromerzeugung (Quelle: DENA). Bei Produktion und Vertrieb fallen durchschnittlich zwei Kilogramm CO2-Äquivalente* pro Kilogramm tiefgekühlter Ware an. Im Einzelfall variieren die Emissionen jedoch deutlich:
- 0,4 kg CO2-Äqu. pro kg Tiefkühlgemüse
- knapp 6,0 kg CO2-Äqu. pro kg Tiefkühlpommes
- knapp 6,0 kg CO2-Äqu. pro kg Tiefkühlfleisch
*Was sind CO2- Äquivalente? Nicht jedes Treibhausgas ist gleichermaßen wirksam. Methan ist z. B. 23 mal so klimaschädlich wie CO2, Ozon 2.000 mal und FCKW sogar 14.000 mal. Um Emissionen zu vergleichen, werden daher alle anderen Treibhausgase auf CO2 umgerechnet. Man spricht dann von CO2-Äquivalenten.

