Glossar zum CO2-Rechner
Sie haben noch Fragen zum Rechner? Sie möchten wissen, warum der Bereich Konsum so stark zu Buche schlägt? Und welchen Unterschied es macht, ob Sie mit Erdgas oder Heizöl heizen?
In diesem Glossar zum Rechner finden Sie Hintergrundinfos, Fakten und weiterführende Tipps. Unter den einzelnen Bereichen – Zuhause, Heizung, Strom, Unterwegs, Ernährung und Konsum – sind die jeweiligen Begriffe alphabetisch aufgelistet.
Heizung
Heizung und warmes Wasser
Art der Heizung
Ihre Bilanz in diesem Bereich kann je nach Energieträger sehr unterschiedlich sein. Hier sehen Sie, wie viel CO2-Äquivalente jeweils pro Kilowattstunde ausgestoßen werden.
- Erdgas: 254 Gramm CO2-Äquivalente/Kilowattstunde
- Flüssiggas: 285 g CO2-Äqu/kWh
- Koks (Steinkohle): 433 g CO2-Äqu/kWh
- Braunkohle: 408 g CO2-Äqu/kWh
- Heizöl: 302 g CO2-Äqu/kWh
- Holzhackschnitzel: 29 g CO2-Äqu/kWh
- Holzpellets: 33 g CO2-Äqu/kWh
- Fernwärme: 130 g CO2-Äqu/kWh
- Strom: 605 g CO2-Äqu/kWh
Die Werte enthalten auch die Emissionen, die durch die Bereitstellung und Verteilung der Energie entstehen.
Was sind CO2-Äquivalente? Nicht jedes Treibhausgas ist gleichermaßen wirksam. Methan ist z. B. 23 mal so klimaschädlich wie CO2, Ozon 2.000 mal und FCKW sogar 14.000 mal. Um Emissionen zu vergleichen, werden daher alle anderen Treibhausgase auf CO2 umgerechnet. Man spricht dann von CO2-Äquivalenten.
Erneuerbare Energieträger
Die zusätzliche Nutzung erneuerbarer Energien kann Ihre Bilanz deutlich verbessern. Eine Heizungsunterstützung durch Solarenergie bringt in der Regel bis zu 20 Prozent Energieersparnis (bei einer Kollektorfläche von etwa 10 Prozent der Wohnfläche).
Lüft-Gewohnheiten
Intelligentes Lüften spart Energie und garantiert Wohnqualität. Durch ausgiebiges Lüften kühlen vor allem im Winter die Räume zu sehr aus. Sinnvoll ist es für den notwendigen Luftwechsel, zwei- bis viermal täglich durch Stoßlüften (ca. 5 Minuten bei weit geöffnetem Fenster) die Luft auszutauschen. Fenster sollten im Winter nicht gekippt bleiben!
Heizungssystem
Effizientere Heizgeräte (wie z. B. Brennwertkessel) helfen beim Sparen eine ganze Menge. Der Austausch eines alten Heizkessels von vor 1990 spart zum Beispiel bis zu 20 Prozent Energie. Der Umstieg von Strom auf alternative Energieträger lohnt sich immer. Für eine Kilowattstunde Wärme aus Strom werden im Kraftwerk etwa drei Kilowattstunden Brennstoff eingesetzt. Die CO2-Bilanz ist günstiger, wenn der Strom nicht direkt "verheizt" wird, sondern zum Antrieb einer Wärmepumpe dient. Diese sollte allerdings eine Arbeitszahl über vier aufweisen. Dann liefert die Wärmepumpe viermal soviel Wärme, wie Strom hineingesteckt wird.
Isolierung
Ein energieeffizientes Gebäude ist der beste Weg, um CO2 zu sparen. Bei älteren Gebäuden lohnen sich die Sanierungsmaßnahmen in jedem Fall. Die Isolierung von Außenwänden, Dach, Keller und Fenstern reduziert den Heizenergiebedarf eines alten Hauses um mehr als die Hälfte. Die Einsparung bei Umsetzung des Niedrigenergiehausstandards beträgt sogar bis zu 80 Prozent.
Spararmaturen
Spararmaturen im ganzen Haushalt reduzieren den Warmwasserverbrauch und sparen dadurch bis zu 40 Prozent der Energie, die zur Erwärmung des Wassers benötigt wird.
Raumtemperatur
Der Unterschied von einem Grad in der mittleren Raumtemperatur kann im Winter die Energierechnung um 5 bis 10 Prozent senken – und beeinflusst damit auch deutlich Ihre Energiebilanz. Es müssen nicht immer und überall 20 Grad Celsius sein. Das wird nur für Wohnräume empfohlen. Für Schlafräume sind 16 Grad, für den Flurbereich 15 und für das Bad 22 Grad ausreichend.
Warmes Wasser
Der Warmwasserverbrauch liegt durchschnittlich bei 40 Liter pro Person und Tag. Vermeiden Sie vor allem ausgiebige Bäder, denn Duschen erfordert etwa ein Drittel weniger Energie (Bund der Energieverbraucher).
Noch mehr hilft der Einsatz zusätzlicher Technologien. Wenn Sie Solarenergie zur Warmwasserbereitung nutzen, sparen Sie durchschnittlich 50 Prozent der Energie. Auch eine elektrische Wärmepumpe braucht in etwa 50 Prozent weniger Energie (vor allem im Sommer). Allerdings benötigt die Wärmepumpe zusätzlich in etwa ein Viertel der eingesparten Energie als Strom.

