Glossar zum CO2-Rechner

Sie haben noch Fragen zum Rechner?  Sie möchten wissen, warum der Bereich Konsum so stark zu Buche schlägt?  Und welchen Unterschied es macht, ob Sie mit Erdgas oder Heizöl heizen?

In diesem Glossar zum Rechner finden Sie Hintergrundinfos, Fakten und weiterführende Tipps. Unter den einzelnen Bereichen – Zuhause, Heizung, Strom, Unterwegs, Ernährung und Konsum –  sind die jeweiligen Begriffe alphabetisch aufgelistet.

 

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Strom

 

Strom

Elektronische Geräte
Wussten Sie, dass jeder Deutsche durchschnittlich ganz unbemerkt bis zu 70 Euro im Jahr für unnötigen Stand-by-Verbrauch von Fernseher, Stereoanlage, Trafo, Computer und Co. verschenkt? Vielen Geräten sieht man ihren heimlichen Stromverbrauch nicht an. Da oft ein echter „Aus“-Schalter fehlt, hilft nur das Ziehen des Steckers – oder, noch einfacher, die Nutzung von ausschaltbaren Steckdosenleisten. Solche erhalten Sie in jedem Baumarkt für wenige Euro. Ihr Einsatz macht sich schon nach ein paar Monaten bezahlt, Sie sparen viele Jahre lang.

Energiesparlampen
Wer Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzt, spart Energie, Kosten und CO2.  Beispiel „eine Glühbirne austauschen“: Eine Lampe brennt im Durchschnitt eine Stunde pro Tag. Das macht - bei 365 Stunden im Jahr à 60 Watt - 22 Kilowattstunden und 14 Kilogramm CO2 pro Jahr. Eine vergleichbare Energiesparlampe benötigt 11 Watt, das entspricht 2,5 Kilogramm CO2. Daraus ergibt sich eine Einsparung von 11,5 Kilogramm CO2/Jahr. Der Austausch aller Glühbirnen mit Energiesparlampen reduziert den Stromverbrauch für die Beleuchtung daher um 75 Prozent.

Gefriergerät
Gefriergeräte verbrauchen sehr viel Strom. Ein durchschnittlicher Gefrierschrank verbraucht durchschnittlich 500 Kilowattstunden im Jahr und produziert damit 300 Kilogramm CO2 (Quelle: Deutsche Energie Agentur). Achten Sie unbedingt auf die Energieeffizienzklassen. Moderne Geräte haben mittlerweile die Energieeffizienzklasse A+ oder A++. Mit einem A++-Gerät können Sie Ihren Stromverbrauch gegenüber einem A-Gerät nochmals halbieren!

Herd
Achten Sie beim Kauf eines neuen Herdes auf energieeffiziente Geräte. Der Ceranherd besteht aus Glaskeramik-Kochplatten, die gegenüber konventionellen Kochplatten 10 bis 20 Prozent Strom einsparen. Bei Induktionsherden erhöht sich die Energieeinsparung um 30 Prozent. Allerdings arbeitet diese Technik nur mir speziellen Töpfen; in der Regel ist also zusätzlich ein neues Topfsortiment nötig.

Klimagerät
Raumklimageräte gegen sommerliche Hitze sind nicht nur eine teure Anschaffung, sie verbrauchen auch viel Strom. 1000 bis 2000 Watt Anschlussleistung (soviel wie 10 bis 20 Glühbirnen mit je 100 Watt) führen in zwei heißen Sommermonaten leicht zu Stromkosten von 90 bis 180 Euro (bei einem täglichen Einsatz von acht Stunden). Günstiger sind Ventilatoren, die im gleichen Zeitraum mit durchschnittlich 50 Watt Leistung „nur“ zu Stromkosten von 5 Euro führen. Mit der kostengünstigen Variante sparen Sie außerdem 430 Kilogramm CO2! Doch auch ohne Stromverbrauch können Sie sich Kühlung verschaffen: Lüften Sie über Nacht, schließen sie morgens rechtzeitig die Fenster und nutzen Sie als Sonnenschutz tagsüber Rollläden, Markisen oder Fensterläden. Außerdem senkt eine gute Wärmedämmung nicht nur Heizkosten im Winter, sondern hält im Sommer die Räume kühl.

Kühlschrank
Kühlschränke verbrauchen viel Strom, denn sie sind permanent im Einsatz. Ein Kühlschrank mit einfachem Gefrierfach (Standardgerät) verbraucht durchschnittlich 350 Kilowattstunden im Jahr, das entspricht etwa 220 Kilogramm CO2. Eine größere Kühl- /Gefrierkombination verbraucht etwa doppelt so viel. Moderne Geräte haben mittlerweile die Energieeffizienzklasse A+ oder A++. Mit einem A++-Gerät können Sie Ihren Stromverbrauch gegenüber einem A-Gerät nochmals halbieren. Haben Sie schon einmal die Temperatur Ihres Kühlschranks mit dem Thermometer gemessen? Eine Kühltemperatur von +7 Grad bis +10 Grad reicht in der Regel völlig aus, damit Lebensmittel frisch bleiben. Und jedes Grad kühler kostet gleich 10 Prozent mehr Strom. Drei Grad zu viel bedeuten beim Standardkühlschrank etwa 20 Euro Stromkosten im Jahr zu viel!

Ökostrom
Es existiert keine einheitliche Berechnungsmethode, wie viel CO2 pro Kilowattstunde Ökostrom ausgestoßen wird, da jeder Ökostromanbieter einen anderen Strommix aus z.B. Wasser-, Wind- und Solarenergie bereitstellt.  Der  WWF-CO2-Rechner benutzt den Faktor 0,04 kg CO2/pro Kilowattstunde).  

Wer Ökostrom unterstützt, verbessert nicht nur seine eigene Bilanz, sondern setzt auch ein politisches Signal für mehr erneuerbare Energien. Der WWF empfiehlt beim Umsteigen auf Ökostrom auf das Label von ok power zu achten. Es garantiert, dass der Strom wirklich aus erneuerbaren Energiequellen stammt.

Strommix Deutschland
Die spezifischen CO2-Emissionen sind abhängig von der Art der Stromerzeugung. Der deutsche Strommix (Stand 2005) enthält 26 Prozent Braunkohle, 21 Prozent Steinkohle, 29 Prozent Kernenergie, 10 Prozent Erdgas, 3 Prozent Erdöl, 11 Prozent erneuerbare Energien. Für den deutschen Strommix benutzt der WWF-Rechner einen CO2-Faktor von 0,605 kg/kWh (nach Ecoinvent 1.2, Datenbasis UBA 2000). Das heißt: Pro erzeugter Kilowattstunde wird eine Emission von 605 Gramm Kohlendioxid zugrunde gelegt. Die Emission bei der Gewinnung von Ökostrom liegt deutlich niedriger!  

Umwälzpumpe
Umwälzpumpen versorgen den Haushalt mit warmem Wasser, sei es für den direkten Verbrauch im Haushalt oder zur Wärmeversorgung über die Heizkörper. Der Betrieb macht durchschnittlich fünf  Prozent des Stromverbrauchs im Haushalt aus. Meist laufen die Pumpen im Dauerbetrieb und sind zudem in ihrer Leistung überdimensioniert. Das lässt sich ändern. Eine neue drehzahlgeregelte Pumpe verbraucht nur einen Bruchteil der Energie herkömmlicher Pumpensysteme.

Wäschetrockner
Wäschetrockner verbrauchen im Jahr rund 450 Kilowattstunden Strom und führen damit zu rund 85 Euro Stromkosten (bei einer Nutzung dreimal pro Woche im Standardprogramm). Wenn Sie die Möglichkeit haben, Ihre Wäsche im Sommer auf dem Balkon oder im Garten zu trocknen, können Sie in vier Sommermonaten rund 28 Euro und 100 Kilogramm CO2 sparen.

Waschmaschine
Moderne Geräte haben die Energieeffizienzklasse A. Mit einem A-Gerät können Sie Ihren Stromverbrauch gegenüber einem Neu-Gerät mit hohem Energieverbrauch um 40 Prozent verringern. Der Stromverbrauch kann auch gesenkt werden, indem die Waschmaschine zusätzlich an den Warmwasserhahn angeschlossen wird (solange das Wasser umweltfreundlich, z. B. über eine moderne Gasheizung, Solaranlage oder Fernwärme erwärmt wird). Dazu sind Vorschaltgeräte erhältlich. Außerdem haben sich Waschmittel und Waschmaschinen deutlich verbessert, so dass es heute völlig ausreicht, Buntwäsche mit 40 Grad und „Kochwäsche“ mit 60 Grad zu waschen.