WWF Deutschland
In Nepal stehen bereits über 4.000 Biogas-Anlagen. Insgesamt sollen in den nächsten drei Jahren 7.500 Biogas-Anlagen für Bauernfamilien realisiert werden. Jetzt wurde das WWF-Projekt als erstes Kompensationsprojekt mit dem Gold Standard ausgezeichnet.
Bandreni, die 82 Haushalte starke Gemeinde im Schatten des Himalajas, hat dabei eine Pionierrolle übernommen. Bereits 80 Prozent der Haushalte verfügen über ein Biogas-System.
Die kuppelförmigen Anlagen wurden in Nepal entwickelt und liefern genügend Kochenergie für eine Familie, die über mindestens zwei Kühe oder Büffel verfügt. Dazu wird Viehmist mit Wasser gemischt und in die Anlage gegeben. Aus dem Mistgemisch entstehen Gase, die über Rohre geleitet in der Küche zum Kochen genutzt werden.
Die Biogas-Anlagen bringen viele Vorteile:
Das Projekt ist das erste nach Gold Standard zertifizierte Kompensationsprojekt des WWF. Der Gold Standard ist ein vom WWF mitinitiierter, unabhängiger, weltweit anerkannter Standard, mit dem strengste Kriterien bezüglich Nutzen, Lenkungswirkung und zusätzlichen Investitionen in nachhaltige Energiesysteme verbunden sind. Der Gold Standard gilt für die drei Kategorien „erneuerbare Energien“, „Energieeffizienz“ und „kleine Wasserkraftwerke“. Der Standard stellt zudem sicher, dass die lokale Bevölkerung von den Projekten ebenfalls profitiert.
Mit mehr als 9,3 Millionen Vieh und über 6,7 Millionen Bewohnern besitzt die Terai Arc-Region in Nepal ein großes Klimaschutzpotenzial. Noch können viele Menschen sich die Technologie aber nicht leisten, weshalb sich der WWF für die Vergabe von Mikro-Krediten stark macht.
Titel: Biogas-Projekt des WWF
Link: http://www.wwf.de/themen/klima-energie/jeder-kann-handeln/kompensation-von-emissionen/gold-standard/biogas-projekt-des-wwf/