Elektrogeräte ziehen wenig Saft

© Sabrina Müller / WWF

Bis zum Jahr 2050 werden sich eine Reihe heute schon existierender, aber noch nicht kommerziell für Haushalte verfügbarer Technologien durchgesetzt haben – wie zum Beispiel LED-Leuchten statt Glühbirnen und Energiesparlampen, Induktionsherde zum Kochen oder wasserlose Waschmaschinen mit UV-Licht. Darüber hinaus wird es in allen Elektrogeräteklassen bis zum Jahr 2050 zu einer erheblichen Steigerung der Energieeffizienz von bis zu 80 Prozent gegenüber 2005 kommen.  

Der Stromverbrauch für Elektrogeräte und Klimatisierung in privaten Haushalten wird sich um 40 Prozent verringern. Die größte Einsparung zeigt sich im Bereich Beleuchtung mit einer Effizienzsteigerung von über 85 Prozent sowie bei Kühl- und Gefriergeräten mit einer Energiereduktion von über 70 Prozent.  

Weil der Klimawandel die Nachfrage nach Raumkühlung verstärkt, steigt der Stromverbrauch zur Raumklimatisierung. Zugleich wird der Trend zu mehr multifunktionalen Geräten der Unterhaltungselektronik und Kommunikation anhalten: Der Anteil der Elektrogeräte am gesamten Energieverbrauch der privaten Haushalte steigt von 11 Prozent im Jahr 2007 auf fast 26 Prozent 2050. Diese Effekte werden jedoch durch eine enorme Effizienzsteigerung ausgeglichen.  

  • Dynamische Verbrauchsstandards für Elektrogeräte (Top-Runner-Prinzip) lassen den Verbrauch schrumpfen.
  • Forschung und Entwicklung neuer Gerätetechnologien werden stärker gefördert.
  • Die ineffizienten und teuren Nachtspeicherheizungen werden durch effiziente Heizsysteme ersetzt.

Modell Deutschland

Um die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, müssen Industrie- nationen wie Deutschland ihren Ausstoß an Treibhaus- gasen  bis zum Jahr 2050 auf fast null senken.

Was heute noch unwahrscheinlich klingt, ist  machbar: Die vom WWF in Auftrag gegebene Studie „Modell Deutschland – Klimaschutz bis 2050. Vom Ziel her denken“ zeigt technisch mögliche und wirtschaftlich bezahlbare Wege in eine kohlenstoffarme Zukunft und benennt die notwendigen politischen Maßnahmen.