WWF DeutschlandAm 1. Januar 2005 hat die Europäische Union das Emissionshandelssystem eingeführt. Es soll den Mitgliedsstaaten der EU dabei helfen, ihre Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll zu erfüllen und ihre CO2-Emissionen bis 2012 um insgesamt acht Prozent gegenüber 1990 zu senken. Es ist derzeit das wirkungsvollste Instrument, um auf marktwirtschaftlichem Wege Treibhausgase zu reduzieren und damit die globale Erderwärmung zu bekämpfen.
Der europäische Emissionshandel erweist sich für die beteiligten Unternehmen als lukratives Geschäft. Der WWF zeigt in einer neuen Studie, dass der angestrebte Klimaschutz dabei allerdings mehr und mehr auf der Strecke bleibt.
Das System wies in seiner Anfangsphase deutliche Schwächen auf. Sein Ziel, Emissionen innerhalb Europas zu reduzieren, hat es bis 2007 nicht erfüllt. Die Regeln für die zweite Periode (2008 – 2012) wurden deshalb verschärft.
Am 12. Dezember 2008 haben die EU-Regierungschefs die Leitplanken für die Ausgestaltung des Emissionshandels ab 2013 festgelegt. Aus Sicht des WWF schwächen die Beschlüsse des EU-Gipfels das Herzstück des europäischen Klimaschutzes beträchtlich.
Seit 2008 können Unternehmen ihre Reduktionsverpflichtung auch über Investitionen in Klimaschutzprojekte im Ausland erfüllen. Sie können Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländer fördern und erhalten im Ausgleich für eingesparte Tonne CO2 ein Zertifikat, das sie im europäischen Emissionshandel verwenden dürfen.
WWF-Studie über Lücken im Emissionshandelssystem
Positionspapier: EU-Emissionshandelssystem
Positionspapier: WWF briefing on the EU Emissions Trading Scheme
Titel: Emissionshandel
Link: http://www.wwf.de/themen/klima-energie/politik/emissionshandel/