G8 Climate Scorecards 2009 zeigen: G8-Staaten erreichen Klimaziele nicht

 

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Im Vorfeld des G8-Gipfels veröffentlichen WWF und Allianz zum dritten Mal die G8 Climate Scorecards, eine Analyse und Rangfolge der G8-Staaten im Kampf gegen den Klimawandel. Demnach ist bei den G8 Deutschland führend im Klimaschutz - knapp vor Großbritannien und Frankreich. Allerdings hat bisher keines der G8-Länder ausreichende Maßnahmen getroffen, um einen gefährlichen Klimawandel aufzuhalten. Dafür ist es notwendig, die globale Temperaturerhöhung auf unter 2°C gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen. Dieses Ziel ist erreichbar, wenn die Treibhausgasemissionen global bis 2050 um 80 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 reduziert werden. Der Staatengemeinschaft bleiben nur noch fünf Monate bis im Dezember bei der Klimakonferenz in Kopenhagen entsprechende Vereinbarungen getroffen werden müssen. Der G8-Gipfel in Italien soll dafür die Weichen stellen.  

Die G8 Climate Scorecards vergleichen die Länder anhand von quantitativen Indikatoren, wie der Entwicklung der Treibhausgasemissionen seit 1990, der Erfüllung der Kyoto-Ziele oder dem Anteil an erneuerbaren Energien sowie auf Basis von Experteneinschätzungen zur jeweiligen Klimapolitik. Untersucht wurden neben den G8-Staaten auch die fünf größten Schwellenländer Brasilien, China, Indien, Mexiko und Südafrika.  

„In Deutschland gibt es noch immer keine überzeugende Strategie für eine kohlenstofffreie Energieversorgung ab 2050. Um den Unternehmen Planungssicherheit zu geben, muss solch eine Strategie dringend erarbeitet werden. Dann wird sich zeigen, dass Geschäftsmodelle, die mit hohem Treibhausgasausstoß einher gehen, schnell umstrukturiert werden müssen“, kommentiert, Eberhard Brandes, Geschäftsführer des WWF Deutschland.  

Die G8 Climate Scorecards wurden von Ecofys, einen unabhängigen Beratungsunternehmen im Auftrag von WWF und der Allianz erstellt. Die Allianz unterstützt als globaler Partner des WWF die Studie, um die Auswirkungen des Klimawandels auf Finanzdienstleistungen besser zu verstehen. Das gilt sowohl für ein Anlage- und Regulierungsumfeld, das sich den Anforderungen des Klimaschutzes anpassen muss, als auch für die Entwicklung neuer klimafreundlicher Produkte und Finanzlösungen.