WWF DeutschlandVom 7. bis 19. Dezember trafen sich in der dänischen Hauptstadt 193 Staaten zur 15. UN-Klimakonferenz. Seit dem Treffen in Bali im Jahr 2007 verhandelten sie offiziell um ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll, dessen erste Phase 2012 endet. Doch nach zwei Jahren mühseliger Trippelschritte der Unterhändler gelang den Verhandlungsführern in Kopenhagen kein Durchbruch. Die angereisten Staats- und Regierungschefs hatten zwar teilweise vollmundige Erklärungen im Gepäck, sie schafften es jedoch nicht, ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen zu verabschieden. Rund 30 führende Staatschefs haben sich am Ende auf einen Minimalkonsens verständigt, der festlegt, unter der Zwei-Grad-Marke bleiben zu wollen. Wie das passieren soll, bleibt offen.
Die Weltgemeinschaft hat wertvolle Zeit verloren, um die katastrophalen Folgen des Klimawandels abzuwenden. Damit wird der Druck noch größer, ein faires, wirkungsvolles und wissenschaftsbasiertes Klimaabkommen zu erreichen, das keine bloße politische Vereinbarung enthält, sondern für alle Unterzeichner rechtlich bindend ist.
Es muss den Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern vor allem gelingen, ein faires und partnerschaftliches Abkommen zu vereinbaren. Andernfalls würde sich der Trend zu Ressourcenkonflikten, Flüchtlingsbewegungen und Natur-Katastrophen beschleunigen.
Aus diesem Grund hatten der WWF und einige weitere Nichtregierungsorganisationen im Juni 2009 einen Entwurf für ein Kopenhagen Abkommen veröffentlicht, in denen die Interessen aller Parteien berücksichtigt sind.
Dieser Entwurf enthält weiterhin die maßgelblichen Forderungen des WWF für die Verhandlungen im Jahr 2010:
Hier finden Sie eine aktuelle englischsprachige Analyse der "Kopenhagener Übereinkunft"
Das neue Kopenhagener Klima-Abkommen - Ein Pocket-Guide
Entwurf eines Kopenhagen-Abkommens
The Real Deal - Juristisch formuliert
WWF-Forderungskatalog für ein globales Klima- abkommen 2009 (engl.)
WWF-Forderungskatalog für ein globales Klima- abkommen 2009 (Zusammenfassung - deutsch)
Titel: UN-Klimakonferenz
Link: http://www.wwf.de/themen/klima-energie/politik/un-klimakonferenz/