Das Carbon Disclosure Project (CDP)

Emissionsregister zu unternehmensbezogenen CO2-Emissionen

Das Carbon Disclosure Project (CDP) ist eine Initiative, die mehr Transparenz bei CO2-Emissionen von Unternehmen erreichen will. Die 475 Investoren, die weltweit hinter dem CDP stehen, fordern jährlich weltweit Unternehmen auf, ihre CO2-Emissionen und Strategien im Umgang mit dem Klimawandel offen zu legen.

Das Carbon Disclosure Project (CDP) hat basierend auf den Angaben der Unternehmen das weltweit größte, frei verfügbare Emissionsregister zu unternehmensbezogenen CO2-Emissionen aufgebaut. Auf einer Internetseite werden die von den Unternehmen freigegebenen Antworten für alle Interessierten bereitgestellt. Die unterstützenden Investoren erhalten Zugang zu allen Antworten. Sie sollen so in die Lage versetzt werden, die unterschiedlichen Auswirkungen des Klimawandels für Unternehmen, z.B.: Preisrisiken für Zertifikate, direkte Wetterrisiken, oder steigende Energiepreise, in ihre Investitionsentscheidungen einzubeziehen.

Die Teilnahme am Carbon Disclosure Project (CDP) ist bislang freiwillig. Da es bisher keine verpflichtende Klimaberichterstattung für Unternehmen gibt, füllt das CDP hier nach Meinung des WWF Deutschland eine wichtige Lücke. In Deutschland ist das CDP seit 2006 aktiv. Seitdem unterstützt der WWF Deutschland das CDP als strategischer Partner.

© CDP/BVI/WWF

Ergebnisse 2009: Selbst gesetzte Reduktionsziele noch nicht ausreichend  

Laut dem Bericht des Carbon Disclosure Project haben nur 57 Prozent (Vorjahr: 49 Prozent) der Unternehmen Reduktionsziele, wovon 41 Prozent (Vorjahr: 30 Prozent) diese Ziele auch quantifizieren können. Meist haben die Unternehmen keine langfristige Zielsetzung über das Jahr 2015 hinaus.  

Die deutschen Unternehmen setzen sich dennoch mit durchschnittlich 2,8 Prozent jährlichen Emissionsreduktionen überdurchschnittlich hohe Ziele (weltweit: 1,9 Prozent laut dem CDP-Report „The Carbon Chasm“). Nötig wären 3,9 Prozent jährlich, um die Emissionen in den Industrieländern bis zum Jahr 2050 insgesamt um 80 Prozent zu senken. Der Weltklimarat betont, dass der gefährliche Klimawandel, der bei einer Erwärmung um mehr als zwei Grad gegenüber vorindustriellen Werten befürchtet wird, nur durch Emissionsminderungen der Industrieländer von 80 bis 95 Prozent bis 2050 verhindert werden kann.

Weitere Informationen

finden sie auf der Webseite des Carbon Disclosure Projects