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Bioenergie: Holz- oder Königsweg?

Umwelt– und sozialverträgliche Nutzung der Biomasse ist das Ziel

Bioenergie aus Raps. © WWF-Canon / Stefane Mauris
Auch Raps liefert Bioenergie. © WWF-Canon / Stefane Mauris

Biomasse boomt. Ob für Biokraftstoffe, Strom oder Wärme: Überall ist Bioenergie aus Wald, Feld und Wiese auf dem Vormarsch. Blockheizkraftwerke hungern nach Palmöl aus den Tropen und auch die heimische Produktion von Biodiesel aus Raps gerät an ihre Grenzen. In Deutschland blühte der Raps zuletzt auf 1,5 Millionen Hektar.

Aber wie wird Bioenergie überhaupt gewonnen, gelagert und genutzt? Die aktuellen Informationen finden Sie rechts unter "Was ist Bioenergie?" und "Biomasse im Tank".

Das zunehmende Interesse von (Bio-)Energieversorgern, Mineralöl- und Automobilindustrie, Kommunen und privaten Haushalten an Alternativen zu fossilen Energieträgern und der Nutzung von Biomasse ist aus Sicht des WWF sehr positiv zu bewerten. Gleichzeitig wirft der Run auf die einzelnen Biomasserohstoffe Fragen auf: Wie sehen die Klimagasbilanzen der einzelnen Bioenergieprodukte aus? Wie wirkt sich der Biomasseanbau auf die Fruchtfolgen aus? Auf welche Flächen wird zukünftig der Anbau von Bioenergie erfolgen – und mit welchen sozialen und ökologischen Folgen, vor allem für die Schwellen- und Entwicklungsländer?

Fakt ist: Die Produktion von Biomasse kann „gute“ oder "schlechte" Folgen für Umwelt und Natur haben, kann etwa einen positiven oder negativen Beitrag zum Klimaschutz leisten und kann zugleich die biologische Vielfalt beeinträchtigen – oder nicht. Eine Berechtigung, den Ausbau der Bioenergie zu fördern, leitet sich aus Umweltsicht vorrangig daraus ab, dass Bioenergieträger einen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgase leisten können, ohne andere Umweltgüter wie Luft, Boden und Artenvielfalt zu beeinträchtigen.

Doch es gibt auch große Risiken. Palmöl etwa wird auf ehemaligen Flächen tropischer Regenwälder produziert. Unsere aktuelle Hintergrundinformation "Palmöl: Alleskönner mit Risiko" verdeutlicht die ökologischen Auswirkungen der energetischen Nutzung dieses Rohstoffs.

Der WWF setzt sich daher dafür ein, Standards zu etablieren, welche die spezifischen Auswirkungen der Biomasseproduktion und Bioenergienutzung begrenzen. Sie sind eine notwendige Voraussetzung, um einen umwelt- und sozialverträglichen Ausbau der Bioenergie voranzubringen, um Fehlentwicklungen auf Kosten von Mensch und Umwelt zu vermeiden und Mindestanforderungen wie zum Beispiel bei den Emissionen klimarelevanter Gase zu verankern.


Biokraftstoff E10

Fragen und Antworten zu E10

Palmöl

Hintergrundinformation:
Palmöl: Alleskönner mit Risiko

Studie: Regenwald für Biodiesel? - Ökologische Auswirkungen der energetischen Nutzung von Palmöl.

Deutsche Version

Englische Version

Bioenergie

Stellungnahme des WWF zum EEG-Referentenentwurf

Energie im großen Stiel - Auswirkungen des Biogass-Booms auf Umwelt, Artenvielfalt und Landwirtschaft

Empfehlungen für Standards der Biokraftstoffherstellung  

Recommendations by WWF Germany for the formulation of the sustainability ordinance of the Biofuel Quota Act

Sustainability Standards for Bioenergy

Deutsche Zusammenfassung (Sustainability Standards for Bioenergy)

Nachhaltiger Anbau und energetische Verwertung von Biomasse

Zertifizierung von Biomasse

Europäische Richtlinien zu Erneuerbaren Energien 2009

Plattform Nachhaltige Bioenergie

Biomasseproduktion, Handel und Nutzung an der Schnittstelle Umwelt-, Agrar-, Entwicklungs- und Energiepolitik

Diskussionspapier (12/07): Ernährungssicherung und Biomassenutzung für energetische Zwecke

Ziel: 10 Prozent erneuerbare Energien im Verkehrssektor

Kurzstudie

Hintergrundpapier

Kontakt

Martina Fleckenstein
Tel.: 030 311777-221
E-Mail schreiben

Dörte Bieler
Referentin nachhaltige Biomasse
Tel.:030 311777-229
E-Mail schreiben



Titel: Bioenergie

Link: http://www.wwf.de/themen/landwirtschaft/bioenergie/


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