WWF Deutschland
Der WWF gibt Ihnen mit dem Einkaufsratgeber Fische & Meeresfrüchte eine praktische Orientierungshilfe an die Hand. Nach dem bewährten Ampelsystem wird unterschieden zwischen "annehmbar" (gute Wahl), "bedenklich" (zweite Wahl) und "kritisch" (lieber nicht).
Auf diesen Seiten können Sie bequem nach einzelnen Fischarten suchen – nach Rubrik und alphabetisch gelistet. Darüber hinaus gibt es natürlich den Ratgeber und weitere Informationen zum Download.
Weihnachtszeit ist Delikatessenzeit: Aal ist eine Spezialität, die vor allem zu Weihnachten verkauft wird. Aal ist aber vom Aussterben bedroht.
Wer will schon dafür verantwortlich sein, den letzten seiner Art gegessen zu haben? Deshalb fordert der WWF Unternehmen auf, Aal aus ihrem Sortiment zu nehmen. Wir haben alle großen Handelsunternehmen angeschrieben und über die prekäre Situation des Aals informiert. Von den 13 angeschriebenen haben elf geantwortet, sechs davon verkaufen immer noch Aal.
Aldi-Süd, EDEKA, Kaufland, Lidl und Norma haben Aal aus ihrem Sortiment genommen. Und zwar bereits bevor die Verkaufssaison zu Weihnachten begonnen hat. Natürlich sollte es selbstverständlich sein, keine vom Aussterben bedrohte Art zu verkaufen – wie die WWF-Umfrage zeigt, ist es das aber nicht.
Woher weiß ein Unternehmen, dass es das richtige tut, wenn es im Gegensatz zur Konkurrenz auf Aal verzichtet? Finden die Kunden das gut?
Geben Sie ihrem Lebensmittelhändler eine direkte Antwort auf diese Frage und machen Sie mit bei unserer WWF Aal-Retter-Aktion. Hier können Sie stellvertretend für den Aal "danke" sagen. Das geht ganz einfach: Drucken Sie unseren
Aal-Rettungs-Flyer aus und überreichen Sie ihn bei Ihrem Einkauf an der Fischtheke oder an der Kasse.

Fisch – ob frisch, aus der Dose oder aus dem Tiefkühlfach – ist ein wertvoller und unverzichtbarer Bestandteil unserer Ernährung.
2005 wurden 85 Millionen Tonnen Fische und Meeresfrüchte weltweit gefischt, hinzu kamen etwa 50 Millionen Tonnen aus Aquakulturen und Binnenfischerei. Seit Jahren werden allerdings die wichtigsten Fischbestände ausgebeutet, weltweit gelten 77 Prozent der genutzten Bestände als überfischt oder bis an die natürlichen Grenzen befischt.
Die übermäßige Fischerei hat auch Besorgnis erregende Auswirkungen auf die Meeresumwelt. Die eingesetzten Fanggeräte richten zum Teil große Schäden am Meeresboden an und schädigen andere Meeresbewohner wie Wale, Robben und Seevögel durch hohe Beifangraten. Die ungewollt gefangenen Tiere werden meist tot oder sterbend zurück ins Meer geworfen.
Die Versorgung mit Speisefisch steht auf dem Spiel. Auch wenn es in der Verantwortung der Politik liegt, die Fischereikrise zu stoppen, können Konsumenten durch bewusstes Einkaufen einen wichtigen Beitrag leisten. Deshalb versucht der WWF neben seiner politischen Arbeit durch Verbraucher-Information und Zusammenarbeit mit der Fischindustrie dafür zu sorgen, dass die Fischerei nachhaltig gestaltet wird und die Bestände der begehrten Fische nicht unter rücksichtsloser Fischerei leiden.
Zu diesem Zweck hat sich der WWF 1997 an der Gründung des Umweltsiegels des Marine Stewardship Council (MSC) beteiligt. Darüber hinaus veröffentlicht der WWF seit 2000 regelmäßig auf Basis der aktuellsten Erkenntnisse des Wissenschaftlichen Rats zur Erforschung der Meere (ICES) einen Einkaufsratgeber Fisch mit leicht nachvollziehbaren Entscheidungskriterien, damit Verbraucher Fisch kaufen und genießen können, zuelgich aber kommenden Generationen nicht das letzte Fischfilet wegessen.
Die Methode für die Bewertung wurde vom WWF zusammen mit anderen internationalen Umweltschutzorganisationen nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten erarbeitet. Mit der Methode wurden fischereiwissenschaftliche und umweltrelevante Daten von Fachleuten ausgewertet. So kann die Nachhaltigkeit der jeweiligen Fischereien bewertet werden.
Für Wildfisch umfasst dies Daten zur Biologie der Art, zu den Auswirkungen der Fischerei auf das marine Ökosystem und zum Management der Fischerei. Bei Fischen aus Zucht werden das Produktionssystem, das Futter, die ökologischen Auswirkungen auf die Umwelt und das Management bewertet. Unter einem Management versteht man in diesem Zusammenhang Maßnahmen, die dem Erhalt von Fischbeständen dienen oder die Effekte auf die Umwelt regulieren.
Aufgrund neuer Erkenntnisse sind wir dabei, die Detailinfos zu den einzelnen Fischarten zu überarbeiten. In Kürze werden hier wieder zu allen Fischen ausführliche Texte verfügbar sein. Die wissenschaftliche Bewertung und Einstufung der Arten in die drei Gruppen Rot, Gelb und Grün beruhen auf den aktuellesten Informationen und verändern sich nicht.
Lachs aus chilenischen Farmen ist tabu, aus Bio-Zucht hingegen eine gute Wahl. Die Infographik fasst auf einen Blick zusammen, welche Fische man problemlos kaufen kann und welche keinesfalls auf den Teller gehören.

Bewährte Labels für nachhaltige Fischprodukte:
Was steckt hinter dem MSC-Siegel?
Wir senden Ihnen auch gern unseren Einkaufsratgeber Fische und Meeresfrüchte zu. Bitte senden Sie uns hierfür einen frankierten Rückumschlag per Post an folgende Adresse:
WWF Deutschland
Frau Sandra Martin
Rebstöcker Str. 55
60326 Frankfurt
Nicht überfischt; gute Zucht; minimaler Umwelteinfluss
Fangmethoden belasten die Natur; Zucht ist kritisch
Die Zucht oder die Fangmethoden greifen stark in die Natur ein
Starkoch Steffen Henssler unterstützt den WWF. Wie er Umweltbewusstsein und Fischgenuss miteinander verbindet, verrät er hier >>
Fisch für Genießer: Auch TV-Köchin Sarah Wiener zieht den Einkaufsratgeber zu Rate, wenn sie ihre pfiffigen Gerichte zaubert.
... rufen Sie uns gerne an:
WWF-Infodienst
Tel.: 069 79144-142
Oder schreiben Sie uns
Titel: Einkaufsratgeber Fische & Meeresfrüchte
Link: http://www.wwf.de/themen/meere-kuesten/ueberfischung/einkaufsratgeber-fische-meeresfruechte/