Der EU-Haushalt im Wandel der Zeit

- © WWF / Benjamin Schwarz
Die Struktur des bestehenden EU-Haushaltes entstand als die Europäische Union nur sechs Mitglieder umfasste. Damals lagen die größten Herausforderungen in innenpolitischen Bereichen, wie der Sicherung der Nahrungsmittelversorgung und einem fairen Einkommen für europäische Landwirte. Doch die Zeiten haben sich geändert. Heute hat die EU 27 Mitgliedsstaaten und die Herausforderungen sind global geworden. Dabei herausstechend ist die Notwendigkeit eines dramatischen Wandels in der Energiepolitik, um dem Klimawandel entgegenzuwirken sowie den Verlust der Biodiversität zu stoppen. Es muss eine Wirtschaft errichtet werden, die Europa in eine nachhaltige Zukunft führen kann und gleichzeitig der Motor für Arbeitsplätze und Innovation ist unter Berücksichtigung von Klima- und Lebensraumschutz.
Es steht mittlerweile außer Frage, dass die Welt nachhaltiger werden muss und dieser Wandel sollte am besten sofort beginnen. Auf der Ebene der Europäischen Union kann viel erreicht werden. Voraussetzung ist allerdings, dass Politiker klare Entscheidungen treffen und keine verwässerten Kpmpromisse schließen. Die EU ist einflussreich genug, um den Anstoß hin zu einem globalen Wandel in Richtung einer wirklich nachhaltigen Gesellschaft zu geben, einer Welt in der Ökologie und Ökonomie sich nicht ausschließen und auch soziale Belange Berücksichtigung finden.
Nicht Regierungsorganisationen (NROs) wie der WWF, Greenpeace, Birdlife und viele andere haben zusammen eine Vision für Europa entwickelt. Die Haushaltsreform und Re-Orientierung der EU wird als einzigartige Chance gesehen, die wirklich wichtigen Themen zu diskutieren und klare und ehrgeizige Entscheidungen zu treffen, welche Europa in Zukunft vorantreiben werden, von der alle Europäer profitieren und gleichzeitig eine positive Vorreiterrolle auf einem globalen Level erzielt werden kann.
Präsentation der Budget Kommissarin Dr. Dalia Grybauskaite
