Holzhandelsgesetz

Der Import illegaler Hölzer muss endlich unterbunden werden

Tesso Nilo, Indonesien: Illegal geschlagenes Holz wird abtransportiert. © Alain Compost / WWF
Tesso Nilo, Indonesien: Illegal geschlagenes Holz wird abtransportiert. © Alain Compost / WWF

Illegaler Holzeinschlag ist oftmals die Ursache für eine unwiederbringliche Zerstörung von Wald. Das EU-Aktionsprogramm FLEGT gegen den Handel illegal geschlagenen und gehandelten Holzes soll helfen diesen Missstand zu beseitigen. Im Oktober 2010 ist es nach jahrelangem und zähem Drängen der Umweltorganisationen unter Federführung des WWF endlich gelungen, ein EU-weit einheitliches Handelsgesetz gegen das Inverkehrbringen von illegalem Holz in die EU zu verabschieden. Inhalt des FLEGT-Programms (zu Deutsch: „Rechtsdurchsetzung, Politikgestaltung und Handel im Forstsektor“) sind die verbesserte Forstpolitikgestaltung in Produzentenländern, Verringerung des illegalen Holzverbrauches und vor allem das unter Strafe stellen des Handels mit illegalem Holz.

Zu Tragen kommt das Holzhandelsgesetz allerdings erst ab Anfang 2013. Bis dahin gilt es vertrauenswürdige Instrumente zu entwickeln und auszubauen, die die Handelswege von Holz nachvollziehbar machen. Denn die Unternehmen und Forstbetriebe, die Holz und Holzprodukte als erste auf den EU Markt bringen müssen nachweisen können, dass ihre Produkte aus legalen Quellen stammen.