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Treffen der G20-Finanzminister

21. April 2010

Die To-Do-Liste für die Minister

 

Als Vorbereitung auf den G20-Gipfel am 26. und 27. Juni in Toronto, treffen sich vom 22. bis 23. April die Finanzminister der G20-Staaten in Washington DC. Es ist die erste Gelegenheit für die Minister, an der Umsetzung der finanziellen Zusagen der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen mitzuwirken.

 

Ein Punkt auf der To-Do-Liste der Finanzminister ist die Entwicklung eines Zeitplans, um die bestehenden, ineffizienten Subventionen für fossile Brennstoffe zu beenden, so der WWF Deutschland. Zu einer sauberen Wirtschaft gehöre auch ein Umdenken bei der Subventionsvergabe. Aufbauend auf der Vereinbarung des G20 Treffens im Juni 2009, die Subventionen für fossile Energieträger abzubauen, sollten sich die Finanzminister jetzt darauf verständigen, diese Subventionen in erneuerbare Energien, Anpassungsmaßnahmen in Entwicklungsländern und in die Verminderung der Entwaldung umzulenken. „Die G20 feuern den Klimawandel mit überholten Subventionen für fossile Brennstoffe an, anstatt viel stärker in Erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu investieren“, erklärt Regine Günther, Leiterin Klima- und Energiepolitik des WWF Deutschland.

 

Außerdem sei es Aufgabe der Finanzminister, neue und zusätzliche Quellen für die versprochenen Klimaschutzgelder zu finden, wie beispielsweise Erträge aus der Abgabe auf die Emissionen aus der Schiff- und Luftfahrt. „Für die Herstellung der Glaubwürdigkeit ist es wichtig, dass diese Gelder nicht aus alten Versprechen für den Klima- und Umweltschutz oder die Entwicklungszusammenarbeit stammen“, so Regine Günther.

 

Das Finanzminister-Treffen findet in der Woche statt, in der auch im US-Senat die Klima-Gesetzgebung vorgestellt werden soll. Ein guter Zeitpunkt, um die Senatoren daran zu erinnern, wie wichtig es ist, dass die USA selbst ihre Emissionen reduzieren sowie Gelder für den Klimaschutz in Entwicklungsländern bereitstellen.

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