WWF-Jahresbericht
Dank Ihrer Unterstützung ist der WWF so stark wie nie zuvor
Der WWF Deutschland wächst weiter. 435.000 Menschen unterstützen den WWF und machen damit engagierte Naturschutzarbeit möglich.
Für den WWF ist es das beste Ergebnis in der Geschichte der Umweltstiftung.
Drucklegung noch nicht vor.
Immer mehr Menschen für den WWF
Unser Jahresbericht 2011 zeigt: Wir können auf einen nie dagewesenen Rückhalt in der Bevölkerung bauen. 435.000 Menschen haben uns Ende 2010 finanziell unterstützt – das sind 57.000 mehr als im Jahr zuvor. Entsprechend stiegen die Gesamteinnahmen aus privaten Spenden und Erbschaften im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 31,2 Millionen Euro an. Insgesamt beliefen sich unsere Einnahmen auf 50,7 Millionen Euro.
Trotz allgemeiner Preissteigerungen und einem Zuwachs von Projekten und Beschäftigten in vielen Bereichen konnte der Anteil der Ausgaben für die allgemeine Verwaltung mit fünf Prozent niedrig gehalten werden.
„Dem WWF stehen damit so viele Mittel für engagierte Naturschutzarbeit zur Verfügung wie niemals zuvor in seiner Geschichte. Die wachsende Unterstützung für unsere Arbeit zeigt, dass den Menschen der Schutz der Umwelt in der Währungs- und Finanzkrise immer stärker am Herzen liegt“, sagt WWF-Vorstand Eberhard Brandes.
Einnahmen und Ausgaben auf einen Blick: Der Löwenanteil fließt in den Naturschutz
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Beispielhafte Projekterfolge
Besonders erfreulich sind dabei die Erfolge in den Projektregionen. Mit dem KaZa-Megapark im Süden Afrikas gelang es, das zweitgrößte Schutzgebiet der Erde ins Leben zu rufen. Und im Kongobecken konnte die nach FSC-Standards und damit nachhaltig bewirtschaftete Waldfläche auf über fünf Millionen Hektar ausgeweitet werden. Darüber hinaus hat die Regierung der Demokratischen Republik Kongo (DRK) auf WWF-Initiative zugesagt, 15 Prozent des Landes – und damit zusätzliche 15 Millionen Hektar – unter Schutz zu stellen.
Auf dem internationalen „Tiger-Gipfel“ in St. Petersburg bekannten sich Ende 2010 die Staats- und Regierungschefs zu einem globalen Rettungsplan, um den Bestand der letzten 3.200 Tiger innerhalb von zwölf Jahren zu verdoppeln. Es ist kein Zufall, dass sich dieses Ziel mit dem der Tiger-Kampagne des WWF wortgleich deckt.
Naturschutz braucht ganzheitliche Lösungen
Grundsätzlich verfolgt der WWF den Ansatz, Probleme klar zu benennen, aber zugleich kooperativ Lösungsansätze zu erarbeiten. „Wir verhandeln mit allen Akteuren, egal ob aus Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft. Wir sind die Stimme der Natur und fordern ökologische Mindeststandards ein“, erklärt Eberhard Brandes. Als kritischer Partner nehmen wir Unternehmen und Politik in die Pflicht. Das Ziel ist es, die biologische Vielfalt zu erhalten und der Nachwelt einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen. Um das zu erreichen sind jedoch nicht nur Politik und Wirtschaft gefragt. Jeder einzelne kann seinen persönlichen ökologischen Fußabdruck verringern. Es ist auch unser verschwenderischer Konsum, der die Artenvielfalt und die Ökosysteme weltweit gefährdet.
171 Menschen arbeiten beim WWF, davon 63% Frauen
Erfolgreiche Projekte erfordern zusätzliches Personal. Im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres beschäftigte der WWF Deutschland an drei Standorten Berlin, Frankfurt und Hamburg 171 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das entspricht einem Zuwachs von 16,3 Prozent. Der Anteil der Mitarbeiterinnen beträgt 63 Prozent.
2012 – Naturschutz bleibt eine Herausforderung!
Wir haben dank der Unterstützung der vielen Menschen im vergangenen Geschäftsjahr viel erreicht, doch die Herausforderungen für den internationalen Umweltschutz sind noch immer enorm und erfordern auch in Zukunft großes Engagement. Vor allem die Verhinderung eines neuen Waldschutzgesetzes in Brasilien, das große Flächen Regenwald dem Kahlschlag preisgeben würde, und ein erfolgreicher Abschluss des UN-Umweltgipfels Rio+20 im Juni stehen in den kommenden Monaten weit oben auf unserer Agenda für 2012.
Mit Blick auf Deutschland fordert der WWF eine konsequente und engagiertere Umsetzung der beschlossenen Energiewende und der nationalen Biodiversitätsstrategie. Ziel muss es sein, den Umstieg auf regenerative Energie voranzutreiben und zugleich den Naturschutz mit hoher Priorität und Nachdruck zu verfolgen. „Wer weg will von Atom und Kohle, der kann nicht gegen jedes Windrad protestieren“, sagte Brandes. „Allerdings müssen auch für regenerative Energien an Land wie auf See Standorte ausgewählt werden, die möglichst wenige Auswirkungen auf die Natur verursachen. Darauf wird der WWF auch in Zukunft ein Auge haben.“
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