WWF Deutschland

http://www.wwf.de/


Content Section

Stand: 29.01.2015

Jahresbericht 2013/2014: Der Panda zieht Bilanz

Mehr Unterstützer, mehr Erfolge, aber auch mehr Herausforderungen, so lässt sich das zurückliegende Geschäftsjahr des WWF Deutschland zusammenfassen. Die Zahl der Förderer stieg auf 458.000. Ihre Spenden stellen den Löwenanteil der WWF-Einnahmen von 62,6 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr weist die Bilanz jedoch 1,561 Millionen Euro weniger aus. Hauptgrund: Die Einnahmen aus Erbschaften sind zurückgegangen.

Die Erfolge

2014 war für den WWF ein Jahr mit vielen positiven Entwicklungen: Die Zahl der seltenen Leoparden am Amur stieg wieder an und die Sibirischen Tiger konnten sich nach China ausbreiten. Eine fliegende Froschart wurde vom WWF im vietnamesischen Regenwald entdeckt und der Wolf ist wieder heimisch in Deutschland. „Das Jahr hat wieder einmal gezeigt: Wenn Lebensräume effektiv geschützt werden, haben bedrohte Tiere und Pflanzen eine reale Überlebenschance“, sagt Eberhard Brandes, Geschäftsführender Vorstand des WWF Deutschland.

Doch gerade der Schutz von einmaligen Lebensräumen braucht langen Atem. Der WWF Deutschland hat sich 2014 besonders für den afrikanische Nationalpark Virunga – die bedrohte Heimat der Berggorillas – engagiert, um ihn vor dem Zugriff des britischen Erdölkonzerns SOCO zu schützen. Mit Erfolg: Im Juni 2014 kündete das Unternehmen seinen Rückzug aus dem Park an. Über 750.000 Menschen aus der ganzen Welt hatten sich gegen die Ölbohrungen stark gemacht. Das war ein wichtiger Teilerfolg. Die Aufgabe des WWF ist damit jedoch nicht beendet. Denn noch hat die Regierung der Demokratischen Republik Kongo die mit dem Park überlappenden Ölkonzessionen nicht generell zurückgezogen.

Der WWF hatte ebenso großen Anteil daran, dass die Deutsche Bank vorerst von weiteren Investitionen in Kohlehäfen am australischen UNESCO-Weltnaturerbe Great Barrier Reef absieht. Nach der Entscheidung distanzierten sich weitere internationale Großbanken von dem Projekt. Gerettet ist das Great Barrier Reef damit noch nicht. Der WWF kündigte an, international dran zu bleiben, um solche wahnwitzigen Vorhaben zu verhindern und dafür zu kämpfen, dass das Weltnaturerbe geschützt bleibt.

Die Herausforderungen

Trotz der Mut machenden Erfolge stellt der WWF fest: Es gibt weiter viel zu tun. Wir Menschen leben dramatisch über unsere Verhältnisse und entziehen unseren Kindern die Lebensgrundlage. Unser „Living Planet Report“ 2014 belegt: Die Menschheit verbraucht über die Hälfte mehr an Ressourcen, als die Erde regenerieren und damit nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Die Folgen: Hunger, Artensterben und Wetterkatastrophen. Hier sind alle persönlich gefordert, ihren Lebensstil und das Konsumverhalten zu ändern.

Ausgaben in den wichtigsten Schwerpunktregionen

Karte Amazonien Südl. und östl. Afrika mit KAZA Deutschland Kongo Mekong-Region Borneo/Sumatra Kaukasus Amur/Heilong

Ausgaben nach ausgewählten Schwerpunktthemen

Wie es weiter geht

Der WWF wird sich auch 2015 weiter darum kümmern, dass unsere Welt lebendig bleibt. Verstärkt wird sich der WWF für nachhaltige Energieversorgung engagieren. Die Energiewende ist längst kein nationales Phänomen mehr, die Aktivitäten in Deutschland werden international beachtet. Vor dem Klimagipfel im November 2015 in Paris müssen wir klar machen, dass eine nachhaltige Energieversorgung nicht nur machbar ist, sondern auch Wettbewerbsvorteile schafft.

International steht für uns 2015 der Schutz des Amazonas im Fokus. Die Bedeutung des größten Regenwaldes der Erde für die Biodiversität und für das Weltklima müssen noch viel stärker thematisiert werden.

Schauen Sie doch mal in unseren Jahresbericht rein - wer darin nur dröges Zahlenwerk vermutet, täuscht sich.

Stiftung Warentest: WWF ist wirtschaftlich arbeitend, effizient und solide organisiert
Das Fundraising des WWF ist vom TÜV zertifiziert
  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • drucken
   
Unterstützen Sie
den WWF
Unterstützen Sie
den WWF