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Umweltschutz im Cyberspace

17. Juni 2010

Neue CDP-Studie: Videokonferenzsysteme reduzieren Treihausgasemissionen und sparen Geld - Investitionen rentieren sich schon nach 15 Monaten

 

Berlin – Videokonferenzsysteme können sowohl das Reisekostenbudget als auch die Treibhausgasbilanz von Unternehmen erheblich entlasten. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie „The Telepresence Revolution” des Carbon Disclosure Projects (CDP). Die Möglichkeiten der Telekommunikation lohnen sich vor allem für große Unternehmen. Wenn beispielsweise ein Unternehmen mit einem Umsatz von über einer Milliarde Dollar vier Telepräsenzräume einrichtet, amortisieren sich die Investitionen innerhalb von 15 Monaten. Schon im ersten Jahr fallen fast 900 Geschäftsreisen weniger an. In fünf Jahren können so 2,3 Millionen Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden. Zudem ergab die Studie, dass Videokonferenzen Entscheidungsprozesse beschleunigen und die Produktivität steigern können. Die Arbeitnehmer beschreiben oft eine bessere Work-Life-Balance, die durch weniger Dienstreisen entsteht.                  

 

Die Untersuchung basiert auf einer Befragung von Unternehmen in den USA und Großbritannien. Bis 2020 können die angelsächsischen Firmen ihre Emissionen um 5,5 Millionen Tonnen CO2 reduzieren. Auch für den Geldbeutel ergibt sich durch den Einsatz dieser Technologien eine Entlastung von 19 Milliarden Dollar durch den Einsatz von weiterentwickelter Videokonferenztechnologie (Telepräsenz). Telepräsenz-Systeme zeigen im Gegensatz zu herkömmlichen Videokonferenzen ein verbessertes Bild des Gegenübers und so wird das Gefühl vermittelt, man befinde sich in einem Raum. „In Deutschland dürfte sich ein ähnliches Bild ergeben“, schätzt Caspar von Blomberg, Geschäftsführer des CDP Deutschland. „Zwar sind die Distanzen nicht so groß, dennoch ist die Reisetätigkeit vor allem mit dem Flugzeug immer noch sehr hoch. Auch in Deutschland kann die Akzeptanz dieser Technologie noch gesteigert werden, in dem sie in die Klimastrategie der Unternehmen integriert wird.“  

 

„Der WWF empfiehlt Unternehmen vermehrt Videokonferenzsysteme einzusetzen, die natürlich mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden sollten. Die weltweiten CO2-Emissionen müssen nach 2015 drastisch sinken. Für Unternehmen ist die Reduzierung von Dienstreisen ein erster, einfacher und kostengünstiger Schritt“, kommentiert Matthias Kopp, Projektleiter Industrie und Finanzsektor des WWF Deutschland.  

 

Die Studie „The Telepresence Revolution” wurde vom Carbon Disclosure Project beauftragt und gesponsert von AT&T. Durchgeführt wurde die Untersuchung von dem Forschungsinstitut Verdantix.

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