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UN-Klimaverhandlungen in Bangkok

28. September 2009

WWF fordert weniger Rhetorik und mehr konkreten Klimaschutz

 

Heute startet in Bangkok das vorletzte UNFCCC-Treffen vor dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen. Nach Monaten voller Reden und Feilscherei ist es höchste Zeit, ein Klimaabkommen auf den Weg zu bringen, erklärt der WWF. „Wenn sich die Delegierten in Bangkok jetzt nicht bewegen, wird es eng für Kopenhagen“, befürchtet Regine Günther, Klimachefin des WWF Deutschland.

 

Der WWF ist beunruhigt über das Ungleichgewicht, das im Laufe der Verhandlungen zwischen glaubwürdigen Angeboten aus Asien und leerer Rhetorik aus Europa und der USA entstanden ist. Während die asiatischen Länder konkrete Maßnahmen für ein Klimaabkommen in Kopenhagen anbieten, blockieren die EU und USA immer mehr. Japan, China und Indien haben konkrete Beiträge zum Klimaschutz vorgelegt.  „Die Industrieländer und insbesondere die USA müssen nachlegen“, erklärt Regine Günther. Nach Ansicht des WWF muss die Gruppe der Industriestaaten ihre Emissionen bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 verringern. Die USA sollten vergleichbare Ziele übernehmen.

 

Der 170seitige Vertragsentwurf müsse in Bangkok um mindestens 85 Prozent gekürzt und in ein konsensfähiges Dokument verwandelt werden. Es liege in der Hand der Industrieländer, die Entwicklungs- und Schwellenländer beim Klimaschutz, der Anpassung an den Klimawandel sowie dem Schutz der Wälder mit finanziellen Zusagen in Höhe von 110 Mrd. Euro jährlich zur Seite zu stehen.

 

„Die zukünftige neue deutsche Regierungskoalition muss beim Thema Klimaschutz schnell Fuß fassen“, so Günther. „Wir dürfen nicht noch mehr Zeit verlieren.“

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