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UN-Klimaverhandlungen in Bonn gehen in die 3. Runde

10. August 2009

Delegierte müssen Verantwortung übernehmen

 

Berlin - Vom 10. bis 13. August treffen sich in Bonn die Delegierten aus rund 190 Staaten für eine weitere Runde  der UN-Klimaverhandlungen. Wenn die Verhandlungen keine Fortschritte machen, wird es nach Ansicht des WWF schwer, bei den anstehenden Treffen auf der UN-Vollversammlung in New York und dem G20-Gipfel in Pittsburgh handfeste Ergebnisse und finanzielle Verpflichtungen für den Klimaschutz zu erreichen.  

 

„Auch wenn die Entscheidungen auf einer höheren politischen Ebene gefällt werden, so müssen die Delegierten in Bonn jetzt die Verantwortung übernehmen und die notwendigen Vorbereitungen treffen“, erklärt Kathrin Gutmann, Expertin des WWF in Bonn. „Es wäre bereits ein Fortschritt, wenn sie aus dem mittlerweile 200-Seiten langen Verhandlungstext, die unambitionierten Teile herausstreichen und einen gemeinsamen, starken Entwurf erarbeiten würden.“  

 

Auf dem letzten G8-Gipfel in L´Aquila haben die Industrieländer anerkannt, dass sie die globale Temperaturerhöhung auf maximal 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten begrenzen müssen. Der WWF begrüßt diesen Schritt, betont jedoch, dass die Erderwärmung weit unter 2 Grad gehalten werden muss, wenn auch kleine Inselstaaten und Ökosysteme eine Überlebenschance behalten sollen.  

 

„Die gleichen Industrieländer, die den globalen Temperaturanstieg auf 2 Grad Celsius beschränken wollen, schlagen für das eigene Land Reduktionsziele für 2020 vor, die zu einer globalen Temperaturerhöhung um 3 bis 4 Grad Celsius führen könnten“, so Kathrin Gutmann. Der WWF fordert von der Gruppe der Industriestaaten, dass sie ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 senken und das 2-Grad-Limit mit klaren Maßnahmen hinterlegen. Die USA sollten vergleichbare Ziele übernehmen.

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