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US-Bericht schockt Klimaschützer weltweit

04. November 2011

Verheerende CO2-Daten für das vergangene Jahr vorgelegt

 

Berlin - Mit Entsetzen hat der WWF auf die gestern vorgelegten CO2-Emissionsdaten des US-Energieministeriums reagiert. Die Daten haben ergeben, dass der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid im vorigen Jahr so rasant gestiegen ist wie nie zuvor. Dem Bericht zufolge wurden weltweit im Jahr 2010 insgesamt 512 Millionen Tonnen mehr CO2 ausgestoßen als 2009. Das entspricht einem Plus von sechs Prozent. Zum Vergleich: Deutschland stößt pro Jahr rund 800 Millionen Tonnen CO2 aus.  

 

Dazu erklärt Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland:  

 

„Die Daten aus den USA sind schockierend und übertreffen die schlimmsten Befürchtungen und die pessimistischsten Szenarien, vor denen seit Jahren gewarnt wird. Die internationale Staatengemeinschaft hat kläglich versagt, dem Klimawandel gemeinschaftlich Einhalt zu bieten. Vor allem die Weigerung der USA, ihre CO2 Emissionen drastisch zu reduzieren, ist unverantwortlich. Dies muss die Weltgemeinschaft Präsident Obama unmissverständlich klar machen. Die G20 müssen beim Thema Klimaschutz endlich wieder handeln. Wenn die internationalen Klimaverhandlungen nicht endlich wieder Fahrt aufnehmen, wird der Klimawandel drastischer werden, als wir es in unseren schlimmsten Vorstellungen bislang ausgemalt haben. Wenn nicht schnellstens gehandelt wird, verlieren wir den Kampf gegen den Klimawandel endgültig“.  

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