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Stand: 26.08.2015

Solidarität mit der brasilianischen Gesellschaft und den indigenen Völkern: Der Amazonas muss überleben!

Ich zeige meine Solidarität im Kampf um den Amazonas. Der größte Regenwald unserer Erde gibt Tieren, Pflanzen und Menschen eine Heimat. Der Amazonas schützt unser aller Leben. Viva Amazonia!

Indios © Renato Costa / Agência Estadão

Der Amazonas ist der letzte große, zusammenhängende Regenwald dieser Erde. 60 Prozent seiner Fläche liegen in Brasilien. Etwa 385 indigenen Bevölkerungsgruppen gibt er eine Heimat. Auf einem Hektar findet man in Amazonien ungefähr so viele verschiedene Tiere und Pflanzen wie in Deutschland mit seinen gut 35 Millionen Hektar Fläche. Darüber hinaus ist der Amazonasregenwald ein Klimawunder: Die „grüne Lunge“ ist unverzichtbar für das Gleichgewicht des Weltklimas. Der Amazonasregenwald ist von globaler Bedeutung  und sichert auch in Europa unsere Lebensgrundlage.

Belo Monte © Juliana Spinola

Über Jahrzehnte sind in Brasilien – vor allem um die Entwaldung zu stoppen – lebenswichtige Schutzgebiete entstanden und Indigene haben ein Recht auf Land erhalten. Knapp die Hälfte der brasilianischen  Schutzgebiete - 829 von 1.940 insgesamt – und 287 der 672 Territorien der Indigenen werden jetzt akut von wirtschaftlichen Interessen bedroht: Gesetzes- und sogar Verfassungsänderungen drohen – getrieben von Lobbyisten der Agrar-,  Bergbau- und Kraftwerksbauindustrie – den Schutz der Schutzgebiete zu schwächen und den indigenen Völkern ihre Heimat zu nehmen. Schutzgebiete sollen zugunsten von Agrarland oder Bergbau verkleinert, der Schutzstatus verringert oder sogar komplett abgeschafft werden. Das Ausweisen von neuen  Naturschutz- oder indigenen Gebieten wäre in Zukunft so quasi unmöglich.

 

Immer mehr Menschenrechts-, Umweltschutz- und zivilgesellschaftliche Organisationen kämpfen in Brasilien gemeinsam mit den indigenen Völkern für den Erhalt des Amazonasregenwaldes in ihrem Land. Jetzt brauchen Sie unsere Unterstützung!

Der WWF stemmt sich dagegen!

Ich unterstütze die Forderungen der indigenen Gemeinden und der zusammengeschlossenen Organisationen:

 

  • Gesetzesanträge, wie die Änderung des Bergbaugesetztes („Codigo de Mineracao“), die Bergbau in Schutzgebieten erlauben würde sowie die geplante Verfassungsänderung („PEC215“)  müssen sofort zurück genommen werden! Sie bedrohen Schutzgebiete des wertvollen Amazonasregenwaldes, nehmen den indigenen Völkern ihre Heimat und dienen nur kurzzeitigen Interessen einzelner Gruppen.
  • Jegliche weitere Initiativen, die auf die Ausbeutung und Rückabwicklung von Schutzgebieten und indigenen Territorien abzielen, müssen unterlassen werden!
  • Wirtschaftliche Interessen und Großprojekte für Wasserkraft, Bergbau, extensive Land- und Viehwirtschaft, Straßenbau, Wasserstraßen, Häfen, Eisenbahnen, dürfen nicht in wertvollen geschützten Gebieten genehmigt werden! Die Profitinteressen einzelner Industrien, dürfen nicht die Lebensgrundlage der Menschen nehmen!
  • Der brasilianische Staat muss das Recht der indigenen Völker auf ihr Land und ihre Gebiete erhalten und sich für das Ausrufen, die nachhaltige Bewirtschaftung und den Schutz der wichtigen Schutzgebiete einzusetzen.

 

Der Regenwald beschützt auch unser Leben. Schützen wir ihn! #Vivaamazonia

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