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Wandern auf Bärenspuren

01. Februar 2007

Der Borjomi-Kharagauli Nationalpark in Georgien wird mithilfe des WWF zum PAN Park

 

Als erstes Schutzgebiet außerhalb Europas wird der Borjomi-Kharagauli-Nationalpark in Georgien in das Netzwerk der PAN Parks aufgenommen. Durch das langjährige Engagement des WWF Deutschland erfüllt der Park heute die strengen Richtlinien des internationalen Gremiums, die von den Parks hohe Standards im Naturschutz, im Parkmanagement und in der nachhaltigen Tourismusentwicklung fordern.  

 

Heute wurde im Nationalpark-Zentrum dem Direktorium stellvertretend die PAN Park-Auszeichnung übergeben. Der Projektleiter beim WWF Deutschland, Frank Mörschel, freut sich: „Ein Mitglied bei PAN (Protected Areas Network) zu werden bedeutet für uns einen riesigen Schritt. Der Borjomi-Kharagauli-Nationalpark wird dadurch nicht nur international eine größere Beachtung finden, sondern hat durch das Netzwerk auch starke Partner für Marketing und Werbung auf dem europäischen Markt“.  

 

Seit 1995 haben sich der WWF Deutschland und die KfW-Entwicklungsbank dafür eingesetzt, dass der einmalige Naturraum im südlichen Kaukasus unter Schutz gestellt wird. Im Jahr 2001 war es soweit: Der erste Nationalpark Georgiens wurde offiziell eingeweiht. Neben einem wirkungsvollen Managementplan zur Kontrolle des Nationalparks von Wilderen und Holzfällern hat der WWF die einmalige Natur für Touristen zugänglich gemacht. Die Besucher können nun auf 170 Kilometer Wanderweg den 80.000 Hektar großen Park erforschen, mit einheimische Touristenführern Bärenspuren suchen, mit Wölfen heulen und in Berghütten übernachten. Auf Wunsch können auch Lastenpferde das Gepäck auf den zum Teil tagelangen Expeditionen tragen.  

 

Die Tourismusmanagerin des Nationalparks, Natia Muladze, betont: „Der nachhaltige Tourismus kombiniert den Schutz der Pflanzen und Tiere mit der Möglichkeit für Besucher, die einzigartige Natur Georgiens kennen zu lernen. Durch den Tourismus können wir in der Region dringend benötigte Arbeitplätze schaffen und der Bevölkerung eine wirtschaftliche Zukunft aufzeigen – ohne die Natur zu zerstören.“

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