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Wandern ist Bärensache

02. August 2007

WWF-Ausstellung über das Leben von Meister Petz heute in Bayern eröffnet

 

Frankfurt a. M. - Im vergangenen Jahr machte Braunbär „Bruno“ als erster Bär seit 170 Jahren in Bayern Schlagzeilen. Die Reaktionen auf sein Auftreten waren sehr unterschiedlich: Sie reichten von starken Sympathiebekenntnissen bis hin zu deutlicher Ablehnung. „Der Mensch in der modernen Gesellschaft hat verlernt, sich vom Bären ein realistisches Bild zu machen. Die Wildtiere sind weder niedliche Teddys noch wilde Bestien“, so Volker Homes, Artenschutzexperte des WWF. Der WWF hat deshalb eine Ausstellung entwickelt, die Kinder und Erwachsene über das Leben der Bären informiert.  

 

Wo leben heute noch Braunbären? Was frisst ein Meister Petz? Und wie groß wird er eigentlich? Antworten auf diese und viele andere Fragen gibt die WWF-Ausstellung „Wandern ist Bärensache“, die heute im bayerischen Kochel am See eröffnet wurde. Die Wanderausstellung ist täglich bis 23. August in der Tourist-Info im Rathaus kostenlos zu besichtigen und wird anschließend auch in Österreich zu sehen sein.  

 

Die Ausstellung zeigt auch, wie sehr die Zukunft dieser faszinierenden Wildtiere von einem intakten Netz verbundener Lebensräume abhängt. Als wandernde Tierarten machen Bären vor Ländergrenzen nicht halt; die Zusammenarbeit der Alpenländer in Sachen Bärenschutz sowie zusammenhängende Gebiete, in denen sich die Bären wohlfühlen, sind deshalb notwendig.  

 

„Wir müssen wieder lernen, mit Bär, Luchs und Wolf zusammenzuleben“, erklärt Homes. „Nur wenn wir die Tiere als Teil unserer Naturlandschaft akzeptieren, haben sie eine Chance, langfristig auch in Österreich und Deutschland wieder heimisch zu werden.“ Um den Menschen ihre Unsicherheit durch die Rückkehr von Braunbären zu nehmen, ist intensive Aufklärungsarbeit über die Biologie und das Verhalten der bärigen Gesellen sehr wichtig. Der WWF setzt sich durch gezielte Informations- und Öffentlichkeitsarbeit dafür ein, das Verständnis für die Bären zu verbessern.  

 

Dank der Unterstützung der Gregor-Louisoder-Umweltstiftung und der Firma Bärenmarke konnte diese Ausstellung realisiert werden.  

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