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Wenn es Nacht wird in Deutschland, ist der Tiger unterwegs

27. August 2010

WWF startet „Running Tiger Tour“: 20 Meter große Tigerprojektion „rennt“ durch die Frankfurter City.

 

Die Umweltschutzorganisation WWF startet in Frankfurt am Main die „Running Tiger Tour“. Im Rahmen der WWF-Aktion wird an den kommenden Wochenenden ein bis zu zwanzig Meter großer Tiger durch sechs deutsche Großstädte rennen. Möglich wird dies durch einen speziellen Beamer, der aus einem farenden Wagen die Projektion eines Tigers an Gebäudefassaden und Hauswände wirft. Dabei passt sich die Geschwindigkeit des Tieres an die des Autos an. „Der WWF will mit der Aktion auf die prekäre Lage des Tigers aufmerksam machen und möglichst viele Menschen dazu bewegen, mit ihrer Unterschrift ein Zeichen zu setzen“, erklärt Volker Homes, Leiter WWF-Artenschutz. Kernelement der Aktion bildet eine Online-Petition zum Schutz der letzten freilebenden Tiger unter www.3200-tiger.de.

 

Der Petitionstext fordert die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, alles Notwendige zu tun, um die Tigerbestandszahlen bis ins Jahr 2022 von heute 3.200 auf 6.400 Exemplare zu verdoppeln. Die Unterschriftenliste wird im Herbst auf dem internationalen Tiger-Gipfel in St. Petersburg an die verantwortlichen Politiker der 13 Staaten übergeben, in denen heute noch Tiger vorkommen. „Wenn wir den Tiger schützen, dann bewahren wir zugleich eindrucksvolle Lebensräume, wie etwa den tropischen Regenwald auf Sumatra oder die einmalige Wildnis des russischen Fernen Ostens. Wir schützen damit auch die Lebensgrundlage zahlreicher Menschen, die auf diese Ökosysteme angewiesen sind“, erklärt Volker Homes.

 

Parallel zu den rennenden Tiger-Projektionen soll sich ein Tiger-Tape im Street Art-Stil durch die einzelnen Städte ziehen. Betrachtet man das Tape auf einer Karte, ergibt sich im Straßenverlauf ein Wort. Die Worte der einzelnen Städte erscheinen nach und nach auf einer Deutschlandkarte und vervollständigen sich am Ende des Aktionszeitraum zu einem vollständigen Aufruf. „Wenn wir jetzt nicht handeln, dann verpassen wir womöglich die letzte reelle Chance, das Aussterben des Tigers zu verhindern“, erklärt WWF-Experte Homes die Dringlichkeit zum sofortigen Handeln.

 

Hintergrund „Jahr des Tigers“: Nach dem chinesischen Kalender befinden wir uns derzeit im „Jahr des Tigers“. Nach WWF-Schätzungen gibt es nur noch rund 3200 Tiger in der Wildnis. Der WWF widmet der charismatischen Großkatze  daher eine weltweite Schutz-Kampagne. Ziel des WWF ist es, die Bestandszahl bis zum nächsten „Jahr des Tigers“ 2022 zu verdoppeln. 

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