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Wichtiger Schritt für Ostseeschutz getan

02. November 2009

WWF begrüßt Ostseestrategie der EU-Kommission / Bundesregierung beim Fischereimanagement in Meeresschutzgebieten gefordert

 

Der WWF begrüßt die heute von der EU Kommission verabschiedete Ostsee-Strategie und fordert die Regierungen der Anrainerstaaten auf, dem Umweltschutz bei der Umsetzung eine zentrale Rolle einzuräumen. Nach Einschätzung der Umweltschützer bietet der gemeinsame Rettungsplan eine einzigartige Chance die Ostsee und ihre Ressourcen länderübergreifend und nachhaltig zu schützen.

 

Die Ostsee könnte zu einer europäischen Modellregion für Meerespolitik werden, sofern die Anrainerstaaten jetzt den Aktionsplan zügig voranbringen und dabei den Meeresnaturschutz zentral einbeziehen. Es darf aber nicht bei reinen Absichtserklärungen bleiben“ sagt Jochen Lamp, Ostsee-Experte des WWF. Erstmals wurde in der EU ein länderübergreifender Rettungsplan für ein Meer beschlossen. „Hier bietet sich die Chance, das bislang herrschende Wirrwarr bei Kompetenzen und Zuständigkeiten zu beenden. Das ist ein wichtiger Schritt, um einen effektiven und umfassenden Schutz der Ostsee zu schaffen“ so Lamp weiter.

 

Hinsichtlich der Umweltziele besteht aus Sicht des WWF jedoch konkreter Handlungsbedarf für die einzelnen Regierunge der Anrainerstaaten. „Die Bundesregierung ist nun aufgefordert, die Fischerei in Meeresschutzgebieten nach Maßgabe des Naturschutzes zu regeln.“ sagte Jochen Lamp. Die Fischerei ist in den deutschen Schutzgebieten von den Naturschutzregeln ausgenommen. Deutschland hat in der Ostseestrategie die Verantwortung für die Meeresschutzgebiete übernommen.  „Der WWF erwartet nun, dass die Bundesregierung selbst vorbildlich handelt.“ Überfischung stellt neben der Eutrophierung durch vermehrten Düngemitteleinsatz in der Landwirtschaft  das größte  Problem für das Ökosystem  der Ostsee dar.

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