Wilderei: Stoppt das Mordsgeschäft der Wildtiermafia

+++Deutschland und Gabun haben in Zusammenarbeit mit dem WWF im Rahmen der UN-Vollversammlung in New York eine Veranstaltung auf Ebene der Staats- und Regierungschefs sowie der Außenminister organisiert. Auch der deutsche Außenminister Guido Westerwelle war da. Das Ziel: Auch hier das Bewusstsein für das Thema Wilderei und seine vielfältigen Auswirkungen auf Frieden und Sicherheit, Biodiversität und nachhaltige Entwicklung zu schärfen. 

Es wurde ein Erfolg. Unsere wichtigsten drei Ziele wurden von zahlreichen Präsidenten und Ministern aufgegriffen:

  • Eine UN-Resolution gegen Wildtierverbrechen.
  • Die Ernennung eines UN-Repräsentanten, der das Thema vorantreibt.
  • Ein Zusammenschluss von Staaten die sich „Wildlife Crime“ annehmen.

 

Schade war, das kaum asiatische Staaten anwesend waren – dort wo der größte Markt für illegale Wildtierprodukte liegt. Aber trotzdem ein wichtiger Schritt voran und wir bleiben dran.+++

In den Savannen und Wäldern Afrikas werden zehntausende Elefanten wegen ihrer Stoßzähne abgeschlachtet. In manchen Regionen sind sie schon ganz verschwunden. Die Ursache für die Wilderei an Elefanten in Afrika ist die Nachfrage nach Elfenbeinschnitzereien und -schmuck in Asien. Viele Käufer glauben, dass Stoßzähne einfach ausfallen und nachwachsen, ohne dem Tier zu schaden. Tatsächlich stammt das Elfenbein jedoch von getöteten Elefanten.

Vom 3. bis 14. März 2013 trafen sich Regierungsvertreter aus 176 Ländern in Bangkok, um über internationalen Artenhandel, insbesondere auch über die Elefantenwilderei, zu diskutieren. In Thailand werden Elefanten als heilige Tiere verehrt, doch das Land ist gleichzeitig einer der weltweit größten Schwarzmärkte für Elfenbein. Der Verkauf von afrikanischem Elfenbein verstößt aktuell gegen das Gesetz, doch das von thailändischen Elefanten wird legal verkauft. Durch diese Gesetzeslücke werden Unmengen illegalen afrikanischen Elfenbeins über thailändische Geschäfte „weiß gewaschen“. Um die afrikanischen Elefanten zu schützen, ist es unerlässlich, dass Thailand dieses Schlupfloch schließt.

Zwei Wochen lang blickte die Weltöffentlichkeit auf Thailand und wir nutzen diese Aufmerksamkeit, der thailändischen Premierministerin Shinawatra über eine halbe Million Unterschriften vom WWF für ein Verbot von Elfenbeinhandel in Thailand zu überreichen. Sie versprach sich um das Problem mit dem Elfenbeinhandel in Thailand zu kümmern und mit ihrer Regierung einen Gesetzesentwurf zum Stopp des Elfenbeinhandels zu formulieren. Wir werden gemeinsam dafür sorgen, dass das kein Lippenbekenntnis bleibt!

© WWF

Die Artenschutzkonferenz CITES legte vielen Herkunfts-, Transit- und Abnehmerländern, darunter Gastgeberland Thailand, China und Kenia, die Daumenschrauben an, sich deutlich stärker für den Schutz der bedrohten Tiere einzusetzen. Gegen Guinea wurden sofortige Sanktionen eingeleitet, da das Land mehrfach mit bedrohten Menschenaffen gehandelt hatte. Vietnam und Mosambik drohen als Haupttreiber der Nashorn-Wilderei nun Handelssanktionen, wenn sie innerhalb des nächsten Jahres nicht entschieden der Wilderei entgegentreten.

 

Vielen Dank an alle, die uns geholfen haben, die Elefanten zu schützen!