Content Section

Wirtschaftskrise durch Umweltzerstörung

10. November 2008

OECD-Umweltausblick 2030 stützt Forderungen des WWF

 

Der heute von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Berlin vorgelegte „Umweltausblick 2030“ zeigt erneut die besorgniserregende Beschleunigung der Zerstörung der Erde. Der OECD-Bericht macht deutlich, dass auf den wichtigsten Feldern wie dem Klimawandel, der Waldzerstörung und dem Artensterben die Situation immer dramatischer wird und von einer Trendwende keine Spur ist. Die Studie bestätigt die Ergebnisse des kürzlich veröffentlichten „WWF Living Planet Report“. Wie der WWF so kommt auch die OECD zu dem Ergebnis, dass sich die Volkswirtschaften dringend den Herausforderungen der globalen Umweltkrise stellen müssen. Ansonsten drohen verheerende Konsequenzen nicht nur für die Natur, sondern auch für das wirtschaftliche Wohlergehen der Menschen.  

 

„Allmählich erreichen unsere Appelle, dass wir auf eine ökologische und ökonomische Krise zusteuern, auch die Wirtschaftsvertreter der Industrienationen“, so WWF Naturschutzdirektor Christoph Heinrich. „Wenn allerdings noch einmal so viel Zeit vergeht bis zu wirksamen Maßnahmen, wird es zu spät sein. Denn schon jetzt reicht unsere Erde längst nicht mehr, um die wachsenden Bedürfnisse aller Menschen zu decken“.

 

Der „Living Planet Report 2008“ des WWF war vor zehn Tagen zu dem Ergebnis gekommen, dass der Raubbau immer dramatischere Formen annimmt und so groß ist wie nie zuvor. Als Folge werden Ökosysteme zerstört, Arten ausgerottet und Wasserreserven verknappt. Daraus ergeben sich verheerende ökonomische Konsequenzen.

 

„Wir übersteigen mit unserem Konsum die vorhandenen Möglichkeiten um ein Drittel“, so Christoph Heinrich. „Unsere ökologischen Schulden steigen ins Unermessliche, doch irgendwann müssen wir sie zurückzahlen. Und dann drohen irreversible Schäden für den wirtschaftlichen Wohlstand“.

 

Der WWF appelliert an die Bundesregierung, sich stärker für ein international abgestimmtes Vorgehen gegen die Umweltzerstörung einzusetzen. Zugleich müssten auf nationaler Ebene die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass sie Umwelt und Wirtschaft gleichermaßen langfristig nutzen. Maßnahmen wie die Aussetzung der PKW-Steuer für Spritfresser gehen allerdings in die völlig falsche Richtung.

  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • drucken