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WWF kritisiert Entscheidung zum Algen-Großversuch: Das Meer wird zum Bioreaktor

27. Januar 2009

 

Hamburg, 26.01.2009 - Der WWF kritisiert die am Montag bekannt gewordene Entscheidung des Bundesforschungsministeriums, den umstrittenen Algen-Großversuch im Südatlantik doch zuzulassen. An dem Projekt sind indische und deutsche Forscher - unter Federführung des des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) - beteiligt.  

WWF-Meeresexperte Stephan Lutter erklärt zu der Entscheidung: "Das Forschungsministerium unterläuft mit seiner Entscheidung internationale politische Beschlüsse zum Beispiel der Konvention zur biologischen Vielfalt (CBD). Das ist das falsche Signal und Wasser auf die Mühlen jener Forschergruppen und Firmen, die bereits in den Startlöchern sitzen, um Ozeandüngung mit Eisen oder Stickstoff in Meeresgebieten rund um den Globus anzuwenden.

 

Der Klimaschutz ist da nur ein willkommener Vorwand. Das Meer wird zum Bioreaktor. Es wird eine Lawine solcher Aktivitäten losgetreten, die erhebliche Veränderungen im Ökosystem bewirken können, mit Nebenwirkungen weit größer als die des jetzt geplanten Experimentes. Deutschlands Glaubwürdigkeit als Klima- und Meersschützer steht auf dem Spiel ."

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