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WWF Stellungnahme zum CCS Gesetzesentwurf

27. August 2010

 

Berlin - Regine Günther, Leiterin Klima- und Energiepolitik des WWF Deutschland, zur heutigen Anhörung zum Gesetzentwurf über die CCS-Technologie („Carbon Dioxide Capture and Storage“, das bedeutet Abtrennung und unterirdische Speicherung von Kohlendioxid):  

 

„Wenn wir bis 2050 in Deutschland unsere Treibhausgasemissionen um 95 Prozent reduzieren wollen, müssen wir nicht nur unsere Energieversorgung auf Erneuerbare Energien umstellen, sondern auch Emissionen, die bei der Herstellung von Stahl oder Zement anfallen, vermeiden. Aus heutiger Sicht benötigen wir dazu den Einsatz von CCS-Technologien. Daher müssen wir die CCS- Technologie  schnellstmöglich auf  ihre Einsatzfähigkeit prüfen und entscheiden, ob Emissionen  in geologischen Formationen im Untergrund gespeichert werden können. Auch die energieintensive Industrie muss ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten.  

 

Der WWF begrüßt den neuen, verbesserten Gesetzesentwurf der Bundesregierung, nach dem die CCS- Technologie zunächst erprobt werden soll und in dem die Anzahl der Demonstrationsvorhaben auf einige wenige beschränkt wird. Im Gesetz zu ergänzen ist die prinzipielle Vorrangigkeit von CCS für die Emissionen von Industrieanlagen sowie für die Schaffung von sogenannten Nettosenken.  

 

Die Einführung dieser neuen Technologie muss mit einem Höchstmaß an Risikobegrenzung, klaren Haftungsregeln, Transparenz und Partizipationsrechten für Anwohner und Öffentlichkeit einhergehen.“   

 

Ein Hintergrundpapier zur CCS-Technologie erhalten Sie auf Nachfrage bei der WWF Pressestelle.

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