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Disneys Musical TARZAN® – Aktion zugunsten des WWF

© Angelique Todd / WWF
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© Stage Entertainment
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TARZAN® und WWF Deutschland – gemeinsam für das Herz von Afrika 

 

Seit dreieinhalb Jahren läuft Disneys Musical TARZAN® erfolgreich im Stage Theater Neue Flora in Hamburg. Weit über eine Million Besucher ließen sich bereits von dieser Show in den Bann ziehen. Die Geschichte scheint bekannt: Der junge Mann, der als Waise von Gorillas im afrikanischen Dschungel aufgezogen wurde und die schöne Forschertochter, die sich in den attraktiven Affenmann verliebt. Die Worte „Ich Tarzan, Du Jane“ sind weltberühmt.

 

Doch die Aussage des Musicals ist weit mehr als nur Abenteuer oder Love Story. Jane Porter, die gemeinsam mit ihrem Vater nach Afrika kam, um Gorillas zu fangen, muss erkennen, dass es sich bei den Primaten um „soziale Wesen“ handelt. Die Gorillas leben in Familien. Der Silberrücken als Anführer der Sippe ist Leiter und Beschützer. Und die größte Bedrohung dieses Familienlebens ist der Mensch.  

 

Am Ende erreicht Tarzan nicht nur Janes Herz. Er öffnet ihr auch die Augen für wesentliche Dinge. Im einem Song singt sie über ihren Dschungelhelden: „Er geht mit der Natur um, wie kein Mann auf dieser Welt. Die Tiere sind wie seine Freunde, von denen er auch lernt.“ TARZAN® ist ein modernes Plädoyer für Gorilla- und Naturschutz im Gewand einer atemberaubenden Show.

 

Außerhalb der Theaterwelt gibt es jedoch kaum noch Möglichkeiten, den großen Menschenaffen in freier Natur zu begegnen. Eine besondere Ausnahme ist das WWF-Projekt Dzanga Sangha im afrikanischen Kongobecken.   

 

Dort lebt Silberrücken Makumba mit seiner Familie. Langsam haben hier Mensch und Tier gelernt, Vertrauen zueinander aufzubauen. Außergewöhnliche Begegnungen werden da möglich. Durch das behutsame Gewöhnen einzelner Gorillagruppen an Menschen und die Heranführung des Menschen an den Lebensraum der Gorillas, schafft der WWF weltweites Bewusstsein für die Bedeutung des Regenwaldes und seine wundervollen Bewohner - aber auch zahllose Arbeitsplätze im Ökotourismus und damit Alternativen zu Wilderei und Naturzerstörung.

 

TARZAN® und WWF Deutschland setzen sich gemeinsam dafür ein, den Lebensraum der Gorillas zu schützen und dafür zu sorgen, dass sich der Bestand erholen kann. 

Gorillas im Dzanga Sangha-Schutzgebiet

© Kate Bracewell / WWF
© Kate Bracewell / WWF

Gorillas zählen neben den Schimpansen zu unseren nächsten Verwandten. Dennoch werden sie gnadenlos und hemmungslos gewildert. Ihre Heimat – die letzten Regenwälder im Herzen Afrikas – fallen Rohstoffabbau, Ölpalmplantagen und Straßenbau  zum Opfer. Sollte keine Kurskorrektur stattfinden, wird durch Wilderei und Lebensraumverlust bis 2030 über 90 % der heutigen Gorilla-Population weltweit verschwunden sein.

 

Der WWF arbeitet seit 20 Jahren im Kongobecken und hat z. B. erreicht, dass  im Dreiländereck zwischen Demokratischer Republik Kongo, Zentralafrikanischer Republik und Kamerun das trinationale Dzanga Sangha-Schutzgebiet (drei Nationalparks mit zusammen fast 8.000 Quadratkilometern!) ausgewiesen wurde, das der WWF betreut. Die dort lebenden mehreren tausend Flachlandgorillas werden vor Wilderei und Waldzerstörung geschützt. Für Forschung und Ökotourismus werden einige Gorilla-Familien, u. a. die von Silberrückenmann Makumba, behutsam an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt („habituiert“). Jede (streng gegen Wilderer bewachte!) Gorilla-Gruppe bekommt höchstens zweimal am Tag Besuch und die maximal drei Touristen bleiben nicht länger als eine Stunde. Das finden die Gorillas inzwischen so normal, dass sie sich nicht einmal mehr bei ihrem Nickerchen stören lassen. 

Die Familie von Makumba ist die am besten untersuchte und habituierte Gorilla-Gruppe. Der Anführer, seine drei Frauen, die sieben Kinder und zwei Babies wurden auch mehrfach von Filmteams für Dokumentationen begleitet. Dabei ließen sich die Gorillas in ihrem gewohnten Treiben nicht unterbrechen. Ein Erfolg für die Arbeit der WWF-Wissenschaftler.

 

Die Einnahmen aus dem Ökotourismus fließen direkt in die Naturschutzarbeit vor Ort, kommen aber auch den Menschen der Umgebung zugute. Gorilla-Watching bietet inzwischen außerdem  vielen Anrainern des Nationalparks eine Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Inzwischen leben über 1500 Menschen in der Region direkt oder indirekt vom Ökotourismus.  

 

Obwohl die Bevölkerung dank kombinierter Naturschutz- und Entwicklungsmaßnahmen und wachsenden Einkünften aus dem Ökotourismus das Dzanga Sangha-Schutzgebiet immer mehr annimmt, bleiben Wilderei und der damit verbundene Wildfleischhandel ein Dauerproblem. Bis zu 6.000 Menschenaffen werden im gesamten Kongobecken jährlich für den Buschfleischhandel getötet. Da sich Primaten nur langsam fortpflanzen, ist der kommerzielle Handel mit ihrem Fleisch eines der vorrangigsten Probleme, das es zu lösen gilt.  

 

Der WWF bezahlt die Wildhüter, bildet sie aus und rüstet sie mit speziellen Funkgeräten, GPS- und Nachtsichtgeräten sowie Zelten und Schnellbooten für Kontrollen auf dem Sangha-Fluss aus. Durch die enge Kooperation mit örtlichen Polizeibehörden und die Einrichtung einer trinationalen Wildhüterbrigade, die über die Grenzen hinweg aktiv ist, konnte die Wilderei im Dzanga Sangha-Schutzgebiet und vielen anderen vom WWF betreuten Schutzgebieten deutlich eingedämmt werden.  

 

Gemeinsam mit TARZAN® arbeitet der WWF an der Rettung eines der letzten Paradiese der Erde.  

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