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Pedal the World - Mit dem Fahrrad um die Welt

© Felix Starck
© Felix Starck

Was ist der Sinn des Lebens? Diese Frage stellte sich der 23 jährige Felix Starck fast täglich und fasste den Entschluss, dem Rätsel auf den Grund zu gehen. So machte er sich im Juni 2013 untrainiert mit über 55 kg Gepäck und einer Kamera auf den Weg, um die Welt mit dem Fahrrad zu erkunden. In 365 Tagen legte er 18.000 Kilometer zurück und bereiste insgesamt 22 Länder.

© Felix Starck
© Felix Starck

Auf der Reise seines Lebens durchfährt er die unterschiedlichsten Landschaften, begegnet wilden Elefanten im Dschungel, feiert Silvester in Bangkok oder entdeckt Geysire in Neuseeland. Aber auch harte Rückschläge erwarten ihn: Eine Lungenentzündung, die Trennung vom Reisepartner, ein Raubüberfall in Kambodscha und der Tod seines Opas machen die Reise zeitweise zu einer harten Probe.

 

Traumhafte Landschaften und die Erfahrung von unglaublicher Gastfreundschaft treiben ihn an und motivieren ihn weiterzufahren. Mit der Natur als Verbündete und Gegnerin, erfährt er die absolute Freiheit und weiß plötzlich warum er morgens aufsteht: „um irgendwann anzukommen, wo immer das auch ist“, so sein Resümee.

 

Er entdeckt die Welt aus eigener Kraft – die Kamera immer mit dabei. Und die fing nicht nur die spektakulären Kulissen professionell ein, sondern dokumentierte auch seine persönlichen Höhen und Tiefen. Daraus entstanden ist ein mitreißender 60-minütiger Dokumentationsfilm, der uns mit schonungslosen Selbstaufnahmen und tollen Landschaftsaufnahmen an der Reise teilhaben lässt.

Fünf Fragen an Felix Starck

© Felix Starck
© Felix Starck

WWF: Wie kamst Du auf die Idee, die Welt mit einem Fahrrad zu bereisen?

Felix: Im Grunde hab ich sie eine Weile mit mir herum getragen. Das fing mit 16 an und dann kam ein gescheiterter Abiturversuch, der das nochmal verstärkt hat. Vor allem  weil ich immer ein gewisses Gefühl von Systemzwang verspürt habe. Solide sein, Geld verdienen, Karriere machen. Ich wusste, dass das eigentlich nicht mein Weg ist – und entschied mich vorerst trotzdem für die seriöse Variante mit einer Ausbildung. Die Reise war ein absoluter Befreiungsschlag.

 

Was war Dein schönstes Naturerlebnis auf der Reise?

Das waren jede Menge. Beeindruckend fand ich Neuseeland – da passt einfach alles. Sehr schön war es für mich aber auch, wilde Elefanten in Thailand zu sehen. Fakt ist aber: Es gibt überall schöne Flecken auf der Welt.

 

Gab es besondere Begegnungen mit Tieren?

Wie erwähnt war der Moment mit den wilden Elefanten in Thailand wahnsinnig intensiv. Ich passierte eine Bergstraße im Khao Yai Nationalpark als sich plötzlich auf der rechten Seite eine Elenfanten-Familie im Dreck sudelte. Sie kamen in Richtung Straße gewandert und wollten diese auch überqueren, um auf ihren eigentlichen Pfad zu gelangen. Die Tiere kamen immer näher – auf einmal waren sie nur noch knapp 15 Meter von mir entfernt. Dann bleiben sie stehen und starren mich und die Kamera an. Wie aus dem Nichts rennen zwei ausgewachsene Bullen auf mich zu und schreien was das Zeug hält. Ich hatte noch nie in meinem Leben solch eine Angst und bin die 100 Meter fast unter 10 Sekunden gerannt. Die Elefanten wollten aber keineswegs angreifen – sie wollten sich lediglich ein wenig Respekt verschaffen... das ist gelungen!

 

Wie hat sich Dein Leben seit der Reise verändert? Nimmst Du die Umwelt seitdem mit anderen Augen war?

Ich habe zu mir selbst gefunden. Anders kann ich das Gefühl nicht beschreiben. Mich kann nur sehr wenig – bis gar nix mehr – aus der Ruhe bringen. Ich bin zufrieden, mit dem was ich habe und lege mehr Wert auf Sein statt Schein. Das ist in Deutschland nicht selbstverständlich. Neid ist ein großes Problem in unserer Gesellschaft. Es geht so sehr um Mehr, Mehr, Mehr. Dieses „größer, schneller, weiter“ als Sinn des Lebens macht für mich keinen Sinn. Im Gegenteil. In Teilen Asiens besitzen die Menschen nahezu nichts und sind dennoch glücklich und zufrieden. Sie sind heute noch eine große Inspiration für mich. Vor Allem nehme ich das Thema Umweltschutz nun intensiver war, denn ich war in Ländern unterwegs, wo am Straßenrand noch der Müll verbrannt wurde.

 

Was ist Deine Motivation, den WWF zu unterstützen?

Ich verfolge die Arbeit des WWF schon seit geraumer Zeit und bin beeindruckt. Da es mir mit dem Film nicht um Profit geht, will ich Gutes tun und den WWF bei seinen kommenden Projekten unterstützen.

Danke!

Felix Starck hat den WWF mit seinem Film „Pedal the World“ in 2014 und 2015 mit jeweils einem Euro pro Download und pro verkaufter DVD unterstützt. Insgesamt kamen dem WWF dadurch 2.869,- Euro zugute. 

   
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