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Stand: 09.11.2017

Projekte von EDEKA und WWF

© WWF
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Der WWF und EDEKA engagieren sich gemeinsam in Projekten im Nachhaltigkeitsbereich, die sich im Rahmen der Schwerpunktthemen der Partnerschaft bewegen. Laufende Projekte neben „Landwirtschaft für Artenvielfalt“ und dem Projekt für Verbesserungen im konventionellen Bananenanbau stellen wir hier kurz vor:

Jesús Martínez prüft den Druck der Tropfenbewässerung und kann so frühzeitig erkennen, ob das Schlauchsystem irgendwo verstopft oder leck sein könnte © EDEKA / Schmid

Zitrus-Projekt von EDEKA und WWF

Die Finca Iberesparragal in Andalusien beliefert EDEKA mit Zitrusfrüchten aus konventionellem Anbau. Seit Frühjahr 2016 wird der Produzent vor Ort von EDEKA und WWF dabei unterstützt, die Umweltverträglichkeit des konventionellen Anbaus von Orangen und Mandarinen schrittweise auszubauen. Denn große, landwirtschaftlich genutzte Flächen, Monokulturen und Pflanzenschutzmittel belasten die Ökosysteme und die lokalen Wasserressourcen. Die Region ist nicht nur ein Zentrum des Zitrusfrüchteanbaus, sondern besitzt artenreiche Ökosysteme, ist wichtiges Durchzugsgebiet für Zugvögel und eines der letzten Rückzugsgebiete von bedrohten europäischen Tierarten wie dem Iberischen Luchs oder dem Spanischen Kaiseradler. Themenschwerpunkte sind Wasser, biologische Vielfalt und Pflanzenschutzmittel. Neben der Pilot-Finca nehmen mittlerweile weitere andalusische Fincas an dem Projekt von EDEKA und WWF teil. 

 

Die Maßnahmen im Überblick:  

 

Verantwortungsvollerer Umgang mit Wasser: Der bisherige Wasserverbrauch auf der Finca Iberesparragal wird analysiert, das Wassereinsparpotenzial ermittelt und entsprechend umgesetzt. Zum Einsatz kommen dafür moderne Technologien wie Bodensonden oder Tröpfchenbewässerung. Die erzielte Wassereinsparung wird nicht für einen vermehrten Anbau genutzt, sondern steht dem Ökosystem zur Verfügung. Der Wasserverbrauch wird nicht nur lokal auf der jeweiligen Finca, sondern auch regional für das gesamte Flusseinzugsgebiet betrachtet. Der Water Stewardship- Ansatz soll umgesetzt und andere Farmen aus der Region sollen für das Konzept und einen gemeinsamen Aktionsplan (Water Stewardship-Ansatz) begeistert werden. Die Pilot-Finca Iberesparragal wird sich als erster landwirtschaftlicher Betrieb in Europa nach dem AWS-Standard (Alliance for Water Stewardship) zertifizieren lassen.

 

Mehr biologische Vielfalt: Die Flora und Fauna auf der Finca wird analysiert. Dabei wird auch die unmittelbare Umgebung der Finca berücksichtigt. Die biologische Vielfalt auf der Farm wird mindestens erhalten und möglichst gesteigert. Beispielsweise bleibt der natürliche Bewuchs zwischen den Zitrusbäumen, der früher teils durch den Einsatz von Herbiziden entfernt wurde, jetzt stehen. Es werden begrünte Randstreifen/Blühstreifen neu angelegt oder miteinander verbunden und mit ausgewählten Pflanzenarten angereichert. So fühlen sich Nützlinge wohl und auch andere Tiere können sich ungehindert bewegen. Außerdem werden Hecken gepflanzt, Nistplätze angelegt und Sitzstangen für Greifvögel aufgestellt.

 

Reduktion von Pflanzenschutzmitteln: Ein interdisziplinäres Expertenteam hat dazu einen ganzheitlichen Ansatz entwickelt. Zum Beispiel werden besonders gefährliche bzw. kritische Pflanzenschutzmittel ersetzt durch weniger kritische Stoffe. Als Orientierung dient die PAN International List of Highly Hazardous Pesticides des Pesticide Action Network. Die Fincas arbeiten zum Beispiel Reste des Baumschnitts in den Boden ein und machen Tests mit Bio-Düngern. Bereiche zwischen den Zitrusbäumen werden begrünt und dadurch bereichert und geschützt. Und statt Chemie kommen Nützlinge zum Einsatz, wie zum Beispiel der Marienkäfer gegen Blattläuse. Dadurch sind gelegentlich auftretende kleine Spuren auf den Schalen nicht auszuschließen. Sie beeinträchtigen die Qualität der Früchte nicht.

Erste Erfolge auf der Pilot-Finca Iberesparragal

 

  • Die Chemiebelastung durch Pflanzenschutzmittel pro Hektar wurde seit 2015 um 89 Prozent reduziert.
  • Die Chemiebelastung von Insektiziden ist seit 2015 um rund 93 Prozent reduziert worden.
  • Die Zahl der Marienkäferarten hat sich von sieben auf 15 erhöht.
  • Begrünte Randstreifen und neu angelegte Nistplätze bieten auch anderen Tierarten Nahrung und Lebensraum.
  • Die Wassereinsparung lag im Herbst 2017 etwas über dem geplanten Einsparungsziel von acht Prozent im Vergleich zur gesetzlich erlaubten Menge.
  • Die Finca Iberesparragal hat sich als erster landwirtschaftlicher Produzent Europas dazu verpflichtet, den Standard der Alliance for Water Stewardship (AWS) umzusetzen. Mit diesem Schritt über die Finca-Grenzen hinaus leistet das Projekt nun auch einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Wassernutzung im gesamten Flussgebiet.
EDEKA Mandarinen © EDEKA
EDEKA Mandarinen © EDEKA

EDEKA verantwortet die Umsetzung des Projektes sowie die Zielerreichung und überprüft die Umsetzung der Maßnahmen kontinuierlich. WWF Spanien und WWF Deutschland begleiten und beraten EDEKA dabei und überprüfen ihrerseits in regelmäßigen Abständen ebenfalls die Projektfortschritte.

 

Funktion der Kennzeichnung der Zitrusfrüchte 

Der WWF-Panda zeigt an: EDEKA und WWF arbeiten gemeinsam mit der Finca Iberesparragal an ökologischen Verbesserungen im konventionellen Anbau von Mandarinen und Orangen. Verbesserungen werden schrittweise im Rahmen des Projektes umgesetzt. 

EDEKA UND DER WWF

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Wiebke Elbe

Pressesprecherin, Berlin

Tel.: +49 (0) 30 311 777-219

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Andrea Ebert

Tel.: +49 (0) 40 6377-2182
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