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„Ab 2012 nur noch Fisch aus nachhaltigen Quellen“

Die aktuellen Fischaktionswochen mit Sonderangeboten und Gewinnspiel machen bereits mächtig Appetit: Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der EDEKA AG, über die neue Ausrichtung des Unternehmens

Markus Mosa. © Christian Schmid
Markus Mosa. © Christian Schmid

WWF: Wieso forciert EDEKA ausgerechnet jetzt eine „nachhaltige Fisch-Einkaufspolitik“?

 

Mosa: Die Überfischung der Meere hat weltweit dramatische Ausmaße angenommen. Die EDEKA-Gruppe ist nicht nur größter Lebensmittelhändler, sondern auch größter Fischhändler in Deutschland. Deshalb sehen wir uns in einer ganz besonderen Verantwortung: Wir möchten auch in Zukunft noch guten Gewissens Fisch verkaufen. Das können wir nur, wenn Fisch ausreichend und damit auch zu vernünftigen Preisen verfügbar ist. Deshalb haben wir beschlossen, unsere Fisch-Einkaufspolitik konsequent an den Kriterien der Nachhaltigkeit auszurichten.

 

Schon seit längeren setzen wir bei unseren Eigenmarken auf das MSC-Siegel. Jetzt bündeln wir alle Kräfte, um die gesamte EDEKA-Gruppe, die durch ihre 4.500 mittelständischen Unternehmer geprägt ist, mit ins Boot zu holen. Unser Ziel ist klar definiert: Ab 2012 wollen wir nur noch Fisch und Meeresfrüchte aus nachhaltigen Quellen anbieten.

 

WWF: Was bedeutet diese neue Strategie für die Kunden und für die EDEKA-Gruppe?

 

Mosa: Während mancher Wettbewerber nur eine Handvoll SB-Artikel führt, bieten wir ein breites Fisch-Sortiment – von tiefgekühlter Ware über Convenience-Produkte bis zum Frischfisch, den wir in mehr als 2.000 Bedienungstheken verkaufen. Entsprechend groß ist die Aufgabe, kontinuierlich nachhaltige Lieferquellen zu erschließen. Wir freuen uns, mit dem WWF einen Partner zu haben, der uns dabei fundiert berät.

 

In vielen EDEKA-Regionen werden Produkte der bedrohten Fischarten Aal, Wildstör, Hai und Rochen nicht mehr verkauft. Bis Ende des Jahres wird der Großteil unserer Eigenmarken, soweit möglich, das MSC-Siegel tragen oder aus sonstigen nachhaltigen Quellen stammen. Nach und nach werden andere Sortimentsbereiche folgen. All das werden wir dem Verbraucher zunehmend auch über Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen vermitteln.

 

WWF: Welche Erfolge wurden im Rahmen der Kooperation zwischen EDEKA und WWF bisher erreicht und welche weiteren Ziele verfolgen Sie?

 

Mosa: Ein Großteil der EDEKA-Eigenmarken stammt bereits heute aus MSC-zertifizierten Fischereien; dazu zählen auch Verkaufsschlager wie Fischstäbchen, Schlemmerfilet oder Alaska-Seelachsfilet. Ein Drittel der Artikel liegt schon in neuer Verpackung mit MSC-Siegel und WWF-Panda vor.

 

Natürlich ist uns bewusst, dass es immer wieder Hürden zu überwinden gilt. Zum Beispiel beim Dosentunfisch, für den es schwierig ist, aktuell nachhaltige Quellen zu erschließen. Die Probleme dieser Fischereien sind nicht von heute auf morgen zu lösen. Um hier einen Beitrag zu leisten, unterstützen wir unter anderem das WWF-Meeresschutzprojekt zur Förderung einer nachhaltigen Tunfisch-Fischerei im Indo-Pazifik.

 

Die Fragen stellte Roland Gramling, WWF

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